Robert Koch

Medizinnobelpreis

Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin

Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin lieferten bahnbrechende Ergebnisse etwa in der Bakteriologie. Sie untersuchten den Blutkreislauf oder die Haut, kleinste Zellen, Gene und Hormone. Neue Diagnosetechniken wurden von ihnen entwickelt, Ursachen von Krankheiten aufgedeckt und Viren und Bakterien kamen sie auf die Schliche.

Nobelpreis-Fakten

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin – Geschichte, Trivia und Statistiken zur Auszeichnung

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ist einer von fünf von Alfred Nobel gestifteten Nobelpreisen und wird seit 1901 jährlich vom Carolinska-Institut in Stockholm traditionell am 10. Dezember eines Jahres im Auftrag der Nobelstiftung vergeben.

Mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin werden gemäß des Testaments von Alfred Nobel Forscherinnen und Forscher des Faches ausgezeichnet, die „der Menschheit den größten Nutzen geleistet“ und „die wichtigste Entdeckung in der Domäne der Physiologie oder Medizin gemacht“ haben.

Diese Liste ist eine vollständige Zusammenstellung aller mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichneten Individuen seit 1901.

Weitere Nobelpreise

Top 25 Medizinnobelpreise

Preisträger 2010er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Shinya Yamanaka Medizinnobelpreis 2012

Shinya Yamanaka

Shinya Yamanaka ist ein japanischer Arzt und Stammzellenforscher sowie zusammen mit John Gurdon Träger des Nobelpreises für Medizin oder Physiologie 2012 für die Entdeckung wie man reife Zellen zu Stammzellen umprogrammiert, die sich in jede Gewebeart verwandeln können.

William C. Campbell Medizinnobelpreis 2015

William C. Campbell

William C. Campbell ist ein irischer Biochemiker, der zusammen mit Satoshi Ōmura das Anti-Parasiten-Medikament „Avermectin“ entwickelte und „für ihre Entdeckungen über eine neuartige Therapie gegen Infektionen mit Fadenwürmern“ mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin (2015) geehrt wurde.

Medizinnobelpreisträger seit 2010

2016 Yoshinori Ōsumi (1945)
»für seine Entdeckungen der Mechanismen der Autophagie«
2015 William C. Campbell (1930)
Satoshi Ōmura (1935)
»für ihre Entdeckungen über eine neuartige Therapie gegen Infektionen mit Fadenwürmern«
  Tu Youyou (1930)
»für ihre Entdeckungen über eine neuartige Therapie gegen Malaria«
2014 John O'Keeffe (1939)
Edvard Moser (1962)
May-Britt Moser (1963)
»für Entdeckungen von Zellen, die ein Positionierungssystem im Gehirn bilden«
2013 Thomas Südhof (1955)
James Rothman (1950)
Randy Schekman (1948)
»für die Entdeckungen von Transportprozessen in Zellen«
2012 John Gurdon (1933)
»für die Entdeckung, dass reife Zellen so umprogrammiert werden können, dass sie zu pluripotenten Stammzellen werden«
  Shinya Yamanaka (1962)
»für die Entdeckung, dass reife Zellen so umprogrammiert werden können, dass sie zu pluripotenten Stammzellen werdenfür die Entdeckungen von Transportprozessen in Zellen«
2011 Jules Hoffmann (1941)
Bruce Beutler (1957)
»für ihre Entdeckungen über die Aktivierung der angeborenen Immunität«
  Ralph Steinman (1943–2011)
»für seine Entdeckung der dendritischen Zellen und ihrer Rolle in der adaptiven Immunität«
2010 Robert Edwards (1925–2013)
»für seine Entwicklung der In-vitro-Fertilisation«

Preisträger 2000er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Françoise Barré-Sinoussi Medizinnobelpreis 2008

Françoise Barré-Sinoussi

Françoise Barré-Sinoussi ist eine französische Virologin und neben Harald zur Hausen zusammen mit Luc Montagnier Trägerin des Nobelpreises für Medizin 2008 „für die Entdeckung des HI-Virus“.

Eric Kandel Medizinnobelpreis 2000

Eric Kandel

Eric Kandel ist ein US-amerikanischer Neurowissenschaftler österreichischer Herkunft und zusammen mit Arvid Carlsson und Paul Greengard Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 2000 „für ihre Entdeckungen zur Signalübertragung im Nervensystem“.

Medizinnobelpreisträger 2000–2009

2009 Elizabeth Blackburn (1948)
Carol W. Greider (1961)
Jack W. Szostak (1952)
»für die Entdeckung, wie Chromosomen durch Telomere und das Enzym Telomerase geschützt werden«
2008 Françoise Barré-Sinoussi (1947)
Luc Montagnier (1932)
»für die Entdeckung des HI-Virus«
  Harald zur Hausen (1936)
»für seine Entdeckung der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomviren«
2007 Mario Capecchi (1937)
Martin Evans
Oliver Smithies
»für bahnbrechende Entdeckungen im Bereich embryonaler Stammzellen und der DNA-Rekombination bei Säugetieren«
2006 Andrew Zachary Fire (1959)
Craig Mello (1960)
»für ihre Entdeckung der RNA-Interferenz«
2005 Barry Marshall
John Robin Warren
»für die Entdeckung des Magenbakteriums Helicobacter pylori und dessen Bedeutung bei Gastritis und Magengeschwüren«
2004 Richard Axel (1946)
Linda B. Buck (1947)
»für die Erforschung der Riechrezeptoren und der Organisation des olfaktorischen Systems«
2003 Paul Christian Lauterbur
Peter Mansfield
»für ihre Entdeckungen zur Bildgebung durch Magnetresonanz«
2002 Sydney Brenner (1927)
H. Robert Horvitz
John E. Sulston
»für ihre Entdeckungen zur genetischen Steuerung der Organentwicklung und zum programmierten Zelltod«
2001 Leland H. Hartwell
Tim Hunt
Paul Nurse
»für ihre Entdeckungen zur Kontrolle des Zellzyklus«
2000 Eric Kandel (1929)
Arvid Carlsson
Paul Greengard
»für ihre Entdeckungen zur Signalübertragung im Nervensystem«

Preisträger 1990er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Christiane Nüsslein-Volhard Medizinnobelpreis 1995

Christiane Nüsslein-Volhard

Christiane Nüsslein-Volhard ist eine deutsche Biochemikerin und als Trägerin des Nobelpreises für Medizin 1995 „für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung“ die einzige mit einem Nobelpreis ausgezeichnete deutsche Wissenschaftlerin.

Rolf Martin Zinkernagel Medizinnobelpreis 1996

Rolf Martin Zinkernagel

Rolf Martin Zinkernagel ist ein Schweizer Mediziner, Immunologe und zusammen mit Peter Doherty Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1996 „für ihre Entdeckung, wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen erkennt“.

Medizinnobelpreisträger 1990–1999

1999 Günter Blobel (1936)
»für die Entdeckung der in Proteinen eingebauten Signale, die ihren Transport und die Lokalisierung in der Zelle steuern«
1998 Robert Francis Furchgott
Louis J. Ignarro
Ferid Murad
»für ihre Arbeiten über die Rolle von Stickstoffmonoxid als Botenstoff im Herz-Kreislauf-System«
1997 Stanley Prusiner (1942)
»für seine Entdeckung der Prionen, eines neuen biologischen Prinzips der Infektion«
1996 Rolf Martin Zinkernagel (1944)
Peter Doherty (1940)
»für ihre Entdeckung, wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen erkennt«
1995 Christiane Nüsslein-Volhard (1942)
Edward B. Lewis
Eric F. Wieschaus
»für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung«
1994 Alfred Goodman Gilman
Martin Rodbell
»für die Entdeckung der G-Proteine und ihrer Rolle bei der Sigalweiterleitung in Zellen«
1993 Richard John Roberts (1943)
Phillip Allen Sharp
»für ihre Identifizierung des diskontinuierlichen Aufbaus einiger Erbanlagen von Zellorganismen«
1992 Edmond Henri Fischer (1920)
Edwin Gerhard Krebs
»für ihre Entdeckung der Mechanismen, welche die Stoffwechselvorgänge in Organismen steuern«
1991 Bert Sakmann (1942)
Erwin Neher (1944)
»für ihre Entwicklung einer Methode zum direkten Nachweis von Ionenkanälen in Zellmembranen zur Erforschung der Signalübertragung innerhalb der Zelle und zwischen den Zellen«
1990 Joseph Edward Murray (1919–2012)
Edward Donnall Thomas
»für ihre Einführung der Methode der Übertragung von Gewebe und Organen als klinische Behandlungspraxis in die Humanmedizin«

Preisträger 1980er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Rita Levi-Montalcini Medizinnobelpreis 1986

Rita Levi-Montalcini

Rita Levi-Montalcini war eine italienische Neurologin und zusammen mit Stanley Cohen Trägerin des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1986 „für ihre Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors“.

Sune Bergström Medizinnobelpreis 1982

Sune Bergström

Sune Bergström war ein schwedischer Biochemiker, der zusammen mit Bengt Ingemar Samuelsson und John Robert Vane „für ihre bahnbrechenden Arbeiten über Prostaglandine und nahe verwandte biologisch aktive Substanzen“ mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1982 ausgezeichnet wurde.

Medizinnobelpreisträger 1980–1989

1989 John Michael Bishop
Harold Elliot Varmus
»für ihre Entdeckung des zellulären Ursprungs retroviraler Onkogene«
1988 George Herbert Hitchings (1905–1998)
Gertrude B. Elion (1918–1999)
James Whyte Black
»für ihre wegweisenden Entdeckungen wichtiger biochemischer Prinzipien der Arzneimitteltherapie«
1987 Tonegawa Susumu
»für seine Entdeckung der genetischen Grundlage für das Entstehen des Variationsreichtums der Antikörper«
1986 Rita Levi-Montalcini (1909–2012)
Stanley Cohen
»für ihre Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors«
1985 Joseph Leonard Goldstein (1940)
Michael Stuart Brown
»für ihre Entdeckung zur Bestimmung des Cholesterinumsatzes«
1984 César Milstein (1927–2002)
Niels Kaj Jerne
Georges J. F. Köhler (1946–1995)
»für Theorien über den spezifischen Aufbau und die Steuerung des Immunsystems und für die Entdeckung des Prinzips der Produktion von monoklonalen Antikörpern«
1983 Barbara McClintock (1902–1992)
»für ihre Entdeckung der beweglichen Strukturen in der Erbmasse«
1982 Sune Bergström (1916–2004)
Bengt Ingemar Samuelsson
John Robert Vane
»für ihre bahnbrechenden Arbeiten über Prostaglandine und verwandte biologisch aktive Substanzen«
1981 David H. Hubel (1926–2013)
Torsten N. Wiesel
»für ihre Entdeckungen über Informationsbearbeitung im Sehwahrnehmungssystem«
  Roger Sperry
»für seine Entdeckungen über die funktionelle Spezialisierung der Gehirnhemisphären«
1980 Baruj Benacerraf (1920–2011)
Jean Dausset (1916–2009)
George Davis Snell
»für ihre Entdeckungen genetisch bestimmter zellulärer Oberflächenstrukturen, von denen immunologische Reaktionen gesteuert werden«

Preisträger 1970er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Konrad Lorenz Medizinnobelpreis 1973

Konrad Lorenz

Konrad Lorenz war ein österreichischer Zoologe, der als ein Begründer der modernen Verhaltensforschung gilt, und ein Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1973 „für ihre Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern“.

Karl von Frisch Medizinnobelpreis 1973

Karl von Frisch

Karl von Frisch war ein bedeutender österreichischer Verhaltensforscher, der u. a. die „Sprache“ der Bienen untersuchte und für seine „Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern“ mit dem Nobelpreis für Medizin 1973 geehrt wurde.

Medizinnobelpreisträger 1970–1979

1979 Allan McLeod Cormack (1924–1998)
Godfrey Hounsfield (1919–2004)
»für ihre Entwicklung der Computertomographie«
1978 Werner Arber (1929)
Daniel Nathans (1928–1999)
Hamilton Othanel Smith
»für ihre Entdeckung der Restriktionsenzyme und der Anwendung dieser Enzyme in der Molekulargenetik«
1977 Rosalyn Sussman Yalow (1921–2011)
»für die Entwicklung radioimmunologischer Methoden der Bestimmung von Peptidhormonen«
  Roger Charles Louis Guillemin
Andrew Victor Schally
»für ihre Entdeckungen über die Produktion von Peptidhormonen im Gehirn«
1976 Baruch Samuel Blumberg
Daniel Carleton Gajdusek
»für ihre Entdeckungen von neuen Mechanismen bei der Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten«
1975 David Baltimore
Renato Dulbecco (1914–2012)
Howard M. Temin
»für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Wechselwirkungen zwischen Tumorviren und dem genetischen Material der Zelle«
1974 George Emil Palade (1912–2008)
Albert Claude
Christian de Duve
»für ihre Entdeckungen zur strukturellen und funktionellen Organisation der Zelle«
1973 Karl von Frisch (1886–1982)
Konrad Lorenz (1903–1989)
Nikolaas Tinbergen
»für ihre Entdeckungen zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern«
1972 Rodney R. Porter (1917–1985)
Gerald M. Edelman (1929–2014)
»für ihre Entdeckungen zur chemischen Struktur der Antikörper«
1971 Earl Wilbur Sutherland
»für seine Entdeckungen über die Wirkungsmechanismen von Hormonen«
1970 Bernard Katz (1911–2003)
Ulf von Euler (1905–1983)
Julius Axelrod (1912–2004)
»für ihre Entdeckungen der Signalsubstanzen in den Kontaktorganen der Nervenzellen und der Mechanismen für ihre Lagerung, Freisetzung und Inaktivierung«

Preisträger 1960er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Francis Crick Medizinnobelpreis 1962

Francis Crick

Francis Crick war ein britischer Physiker und zusammen mit M. Wilkins und J. Watson Träger des Medizinnobelpreises 1962 „für ihre Entdeckungen über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz“.

James Watson Medizinnobelpreis 1962

James Watson

James Watson ist ein bedeutender US-amerikanischer Biochemiker, Mitentdecker der DNA und zusammen mit M. Wilkins und F. Crick Träger des Nobelpreises für Medizin 1962 „für ihre Entdeckungen über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz“.

Medizinnobelpreisträger 1960–1969

1969 Max Delbrück (1906–1981)
Alfred Day Hershey
Salvador Edward Luria
»für ihre Entdeckungen des Vermehrungsmechanismus und der genetischen Struktur von Viren«
1968 Robert W. Holley
Har Gobind Khorana
Marshall Warren Nirenberg
»für ihre Interpretation des genetischen Codes und dessen Funktion bei Protein-Synthesen«
1967 Ragnar Granit
Haldan Keffer Hartline
George Wald
»für ihre Entdeckung auf dem Gebiet der primären physiologischen und chemischen Sehvorgänge im Auge«
1966 Francis Peyton Rous
»für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der tumorerzeugenden Viren«
  Charles Brenton Huggins (1901–1997)
»für seine Entdeckungen zur Hormonbehandlung von Prostatakrebs«
1965 Jacques Monod (1910–1976)
François Jacob (1920–2013)
André Lwoff (1902–1994)
»für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der genetischen Kontrolle der Synthese von Enzymen und Viren«
1964 Konrad Bloch (1912–2000)
Feodor Lynen (1911–1979)
»für ihre Entdeckungen über den Mechanismus und Regulation des Stoffwechsels von Cholesterin und Fettsäuren«
1963 John Carew Eccles (1903–1997)
Alan Lloyd Hodgkin
Andrew Fielding Huxley
»für ihre Entdeckungen über den Ionen-Mechanismus, der sich bei der Erregung und Hemmung in den peripheren und zentralen Bereichen der Nervenzellenmembran abspielt«
1962 James Watson (1928)
Maurice Wilkins (1916–2004)
Francis Crick (1916–2004)
»für ihre Entdeckungen über die Molekularstruktur der Nukleinsäuren und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz«
1961 Georg von Békésy (1899–1972)
»für seine Entdeckungen im physikalischen Mechanismus der Erregungen in der Schnecke des Ohres«
1960 Frank Macfarlane Burnet (1899–1985)
Peter Brian Medawar (1915–1987)
»für ihre Entdeckung der erworbenen immunologischen Toleranz«

Preisträger 1950er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Max Theiler Medizinnobelpreis 1951

Max Theiler

Max Theiler war ein südafrikanisch-US-amerikanischer Biologe, der „für die Erforschung des Gelbfiebers und seiner Bekämpfung“ mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1951 geehrt wurde.

Werner Forßmann Medizinnobelpreis 1956

Werner Forßmann

Werner Forßmann war ein deutscher Mediziner, Erfinder des Herzkatheters, den er 1929 erstmals bei sich selbst legte, und ein Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1956 „für ihre Entdeckungen zur Herzkatheterisierung und zu den pathologischen Veränderungen im Kreislaufsystem“.

Medizinnobelpreisträger 1950–1959

1959 Severo Ochoa (1905–1993)
Arthur Kornberg (1918–2007)
»für ihre Entdeckung des Mechanismus in der biologischen Synthese der Ribonukleinsäure und der Desoxyribonukleinsäure«
1958 George Wells Beadle
Edward Lawrie Tatum
»für ihre Entdeckung, dass die Gene wirksam werden, indem sie bestimmte chemische Vorgänge regulieren«
  Joshua Lederberg
»für seine Entdeckungen über genetische Neukombinationen und die Organisation des genetischen Materials bei Bakterien«
1957 Daniel Bovet (1907–1992)
»für seine Entdeckungen über synthetische Verbindungen, die gewisse Substanzen im Körper wirksam werden lassen, und besonders deren Wirkung auf das Gefäßsystem und die Skelettmuskulatur«
1956 Werner Forßmann (1904–1979)
André Frédéric Cournand
Dickinson Woodruff Richards
»für ihre Entdeckungen zur Herzkatheterisierung und zu den pathologischen Veränderungen im Kreislaufsystem«
1955 Hugo Theorell
»für seine Entdeckungen über Natur und Wirkungsweise der Oxydationsenzyme«
1954 John Franklin Enders
Thomas Huckle Weller
Frederick Chapman Robbins
»für ihre Entdeckung der Fähigkeit des Poliovirus, in Kulturen verschiedener Gewebstypen zu wachsen«
1953 Fritz Albert Lipmann (1899–1986)
»für seine Entdeckung des Coenzyms A und dessen Bedeutung für den Zwischenstoffwechsel«
  Hans Adolf Krebs (1900–1981)
»für seine Entdeckung des Zitronensäurezyklus«
1952 Selman Abraham Waksman
»für die Entdeckung des Streptomycins, des ersten Antibiotikums gegen die Tuberkulose«
1951 Max Theiler (1899–1972)
»für die Erforschung des Gelbfiebers und seiner Bekämpfung«
1950 Edward Calvin Kendall (1886–1972)
Tadeus Reichstein (1897–1996)
Philip Showalter Hench
»für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen«

Preisträger 1940er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Alexander Fleming Medizinnobelpreis 1945

Alexander Fleming

Alexander Fleming war ein schottischer Bakteriologe, der mit seiner Entdeckung des Penicillins (1928) den Siegeszug der Antibiotika in der Medizin des 20. Jahrhunderts anstieß und für die er zusammen mit Ernst Boris Chain und Howard W. Florey den Nobelpreis für Medizin 1945 erhielt.

Howard Walter Florey Medizinnobelpreis 1945

Howard Walter Florey

Howard Walter Florey war ein australischer Pathologe und ein Träger des Nobelpreises für Medizin 1945 „für die Entdeckung des Penizillins und seiner Heilwirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten“.

Medizinnobelpreisträger 1940–1949

1949 Walter Rudolf Hess (1881–1973)
»für die Entdeckung der funktionalen Organisation des Zwischenhirns für die Koordination der Tätigkeit von inneren Organen«
  António Egas Moniz (1874–1955)
»für die Entdeckung des therapeutischen Wertes der präfrontalen Leukotomie bei gewissen Psychosen«
1948 Paul Hermann Müller (1899–1965)
»für die Entdeckung der starken Wirkung von DDT als Kontaktgift gegen mehrere Arthropoden«
1947 Carl Ferdinand Cori (1896–1984)
Gerty Cori (1896–1957)
»für ihre Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels«
  Bernardo Houssay (1887–1971)
»für seine Entdeckung der Bedeutung der Hormone des Hypophysenvorderlappens für den Zuckerstoffwechsel«
1946 Hermann Joseph Muller
»für die Entdeckung, dass Mutationen mit Hilfe von Röntgenstrahlen hervorgerufen werden können«
1945 Alexander Fleming (1881–1955)
Ernst Boris Chain (1906–1979)
Howard Walter Florey (1898–1968)
»für die Entdeckung des Penizillins und seiner Heilwirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten«
1944 Joseph Erlanger
Herbert Spencer Gasser
»für ihre Entdeckungen über die hochdifferenzierten Funktionen der einzelnen Nervenfasern«
1943 Henrik Dam (1895–1976)
»für die Entdeckung des Vitamins K«
  Edward Doisy (1893–1986)
»für seine Entdeckung der chemischen Natur des Vitamins K«
1942 1942 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1941 1941 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1940 1940 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.

Preisträger 1930er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Edgar Adrian Medizinnobelpreis 1932

Edgar Adrian

Edgar Adrian war ein britischer Anatom und Physiologe und zusammen mit Charles Scott Sherrington Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1932 „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Funktionen der Neuronen“.

Karl Landsteiner Medizinnobelpreis 1930

Karl Landsteiner

Karl Landsteiner war ein österreichischer Pathologe, Immunologe, Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1930 für die Entdeckung der Blutgruppen des Menschen sowie als Mitentdecker des Rhesusfaktors.

Medizinnobelpreisträger 1930–1939

1939 Gerhard Domagk (1895–1964)
»für die Entdeckung der antibakteriellen Wirkung des Prontosil«
1938 Corneille Heymans
»für die Entdeckung der Rolle des Sinus- und Aortenmechanismus bei der Atemregulierung«
1937 Albert Szent-Györgyi (1893–1986)
»für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der biologischen Verbrennungsprozesse, besonders in Beziehung auf das Vitamin C und die Katalyse der Fumarsäure«
1936 Otto Loewi (1873–1961)
Henry Hallett Dale
»für ihre Entdeckungen bei der chemischen Übertragung der Nervenimpulse«
1935 Hans Spemann (1869–1941)
»für die Entdeckung des Organisator-Effekts im embryonalen Entwicklungsstadium«
1934 George Hoyt Whipple
George Richards Minot
William Parry Murphy
»für ihre Lebertherapie gegen Anämie«
1933 Thomas Hunt Morgan (1866–1945)
»für seine Entdeckungen über die Bedeutung der Chromosomen als Träger der Vererbung«
1932 Charles Scott Sherrington (1857–1952)
Edgar Adrian (1889–1977)
»für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Funktionen der Neuronen«
1931 Otto Heinrich Warburg (1883–1970)
»für die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments«
1930 Karl Landsteiner (1868–1943)
»für die Entdeckung der Blutgruppen des Menschen«

Preisträger 1920er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Frederick Banting Medizinnobelpreis 1923

Frederick Banting

Frederick Banting war ein kanadischer Mediziner, der das Insulin mitentdeckte und dafür zusammen mit John James Richard Macleod den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1923 erhielt.

John James Richard Macleod Medizinnobelpreis 1923

John James Richard Macleod

John James Richard Macleod war ein schottischer Physiologe, Mitentdecker des Insulins und dafür zusammen mit Frederick Banting Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1923.

Medizinnobelpreisträger 1920–1929

1929 Frederick Gowland Hopkins (1861–1947)
»für die Entdeckung der wachstumfördernden Vitamine«
  Christiaan Eijkman (1858–1930)
»für seine Entdeckung des antineuritischen Vitamins«
1928 Charles Nicolle (1866–1936)
»für seine Arbeiten über Flecktyphus«
1927 Julius Wagner-Jauregg (1857–1940)
»für die Entdeckung der therapeutischen Bedeutung der Malaria-Impfung bei der Behandlung der Progressiven Paralyse«
1926 Johannes Fibiger (1867–1928)
»für seine Entdeckung des Spiropterakarzinoms«
1925 1925 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1924 Willem Einthoven (1860–1927)
»für seine Entdeckung des Mechanismus des Elektrokardiogramms«
1923 Frederick Banting (1891–1941)
John James Richard Macleod (1876–1935)
»für die Entdeckung des Insulins«
1922 Otto Meyerhof (1884–1951)
»für seine Entdeckung des Verhältnisses zwischen Sauerstoffverbrauch und Milchsäureproduktion im Muskel«
  Archibald Vivian Hill (1886–1977)
»für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Wärmeerzeugung der Muskeln«
1921 1921 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1920 Schack August Steenberg Krogh (1874–1949)
»für die Entdeckung des kapillarmotorischen Regulationsmechanismus«

Preisträger 1910er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Jules Bordet Medizinnobelpreis 1919

Jules Bordet

Jules Bordet war ein belgischer Immunologe und Träger des Nobelpreises für Medizin 1919 „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Immunität“.

Allvar Gullstrand Medizinnobelpreis 1911

Allvar Gullstrand

Allvar Gullstrand war ein schwedischer Mediziner und Träger des Nobelpreises für Medizin 1911 „für seine Arbeiten über die Dioptrik des Auges“.

Medizinnobelpreisträger 1910–1919

1919 Jules Bordet (1870–1961)
»für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Immunität«
1918 1918 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1917 1917 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1916 1916 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1915 1915 wurde kein Medizinnobelpreis verliehen.
1914 Robert Bárány (1876–1936)
»für seine Arbeiten über Physiologie und Pathologie des Vestibularapparates«
1913 Charles Robert Richet (1850–1935)
»für seine Arbeiten über Anaphylaxie«
1912 Alexis Carrel (1873–1944)
»als Anerkennung seiner Arbeiten über die Gefäßnaht sowie über Gefäß- und Organtransplantationen«
1911 Allvar Gullstrand (1862–1930)
»für seine Arbeiten über die Dioptrik des Auges«
1910 Albrecht Kossel (1853–1927)
»in Anerkennung des Beitrages, den seine Arbeiten über Eiweißstoffe einschließlich der Nukleine für unsere Kenntnis der Chemie der Zelle geleistet haben«

Preisträger 1900er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Robert Koch Medizinnobelpreis 1905

Robert Koch

Robert Koch war ein deutscher Mediziner und einer der einflussreichsten Begründer der Mikrobiologie und Bakteriologie sowie Träger des Nobelpreises für Medizin 1905 „für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Tuberkulose“, deren Erreger er entdeckte (1882).

Paul Ehrlich Medizinnobelpreis 1908

Paul Ehrlich

Paul Ehrlich war ein deutscher Chemiker, Arzt, Immunologe, Begründer der Chemotherapie und ein Träger des Nobelpreises für Medizin 1908 „als Anerkennung ihrer Arbeiten über die Immunität“.

Medizinnobelpreisträger 1900–1909

1909 Emil Theodor Kocher (1841–1917)
»für seine Arbeiten über Physiologie, Pathologie und Chirurgie der Schilddrüse«
1908 Paul Ehrlich (1854–1915)
Ilja Iljitsch Metschnikow (1845–1916)
»als Anerkennung ihrer Arbeiten über die Immunität«
1907 Alphonse Laveran (1845–1922)
»in Anerkennung seiner Arbeiten über die Bedeutung der Protozoen als Krankheitserreger«
1906 Camillo Golgi (1843–1926)
Santiago Ramón y Cajal (1852–1934)
»in Anerkennung ihrer Arbeiten über die Struktur des Nervensystems«
1905 Robert Koch (1843–1910)
»für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Tuberkulose«
1904 Iwan Petrowitsch Pawlow (1849–1936)
»in Anerkennung seiner Arbeit über die Physiologie der Verdauung, die das Wissen über wesentliche Aspekte dieses Bereichs verbessert und erweitert hat«
1903 Niels Ryberg Finsen (1860–1904)
»in Anerkennung seines Beitrags zur Behandlung von Krankheiten, insbesondere von Lupus vulgaris, mittels konzentrierter Lichtstrahlen, durch die er der medizinischen Wissenschaft einen neuen Weg erschloss«
1902 Ronald Ross (1857–1932)
»für seine Arbeiten über Malaria, durch die er nachwies, wie die Krankheit in den Organismus gelangt, und damit den Grundstein legte für eine erfolgreiche Erforschung dieser Krankheit und ihrer Behandlungsmethoden«
1901 Emil Adolf von Behring (1854–1917)
»für seine Arbeiten über Serumtherapie und besonders für deren Anwendung gegen Diphtherie, mit denen er der medizinischen Wissenschaft neue Wege erschloss und dem Arzt eine erfolgreiche Waffe im Kampf gegen Krankheit und Tod gegeben hat«

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