Milton Friedman

Wirtschaftsnobelpreis

Preisträger für Wirtschaftswissenschaften

Die Träger des Preises der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft zur Erinnerung an Alfred Nobel sind kluge Köpfe auf Gebieten wie der Mikro- und Makroökonomie, Finanzwirtschaft oder Spieltheorie. Sie untersuchten das Wirtschaftswachstum, durchleuchteten Wirtschaftsgeschichte und kamen Fragen der Wirtschaftspyschologie auf die Spur.

Nobelpreis-Fakten

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften – Geschichte, Trivia und Statistiken zur Auszeichnung

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel bzw. der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, allgemein auch als „Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften“ oder kurz „Wirtschaftsnobelpreis“ bezeichnet, ist die seit 1969 jährlich verliehene bedeutendste Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften.

Die Auszeichnung zählt nicht zu den fünf testamentarisch von Alfred Nobel gestifteten Nobelpreisen, sondern wurde anlässlich ihres 300-jährigen Jubiläums von der Schwedischen Reichsbank im Jahr 1968 gestiftet.

Diese Liste ist eine vollständige Zusammenstellung aller mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichneten Ökonomen seit 1969.

Weitere Nobelpreise

Top 25 Wirtschaftsnobelpreise

Preisträger 2010er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Jean Tirole Wirtschaftsnobelpreis 2014

Jean Tirole

Jean Tirole ist ein französischer Ökonom und Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 2014 „für seine Analyse der Macht und der Regulierung der Märkte“.

Robert J. Shiller Wirtschaftsnobelpreis 2013

Robert J. Shiller

Robert J. Shiller ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und zusammen mit Eugene Fama und Lars Peter Hansen Träger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften 2013 „für die empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen“.

Wirtschaftsnobelpreisträger seit 2010

2015 Angus Deaton (1945)
»für seine Analyse von Konsum, Armut und Sozialstaat«
2014 Jean Tirole (1953)
»für seine Analyse der Macht und der Regulierung der Märkte«
2013 Eugene Fama (1939)
Lars Peter Hansen (1952)
Robert J. Shiller (1946)
»für die empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen«
2012 Alvin E. Roth (1951)
Lloyd S. Shapley (1923)
»für die Theorie stabiler Verteilungen und die Praxis des Marktdesign«
2011 Thomas J. Sargent (1943)
Christopher A. Sims (1942)
»für ihre empirische Untersuchung von Ursache und Wirkung in der Makroökonomie«
2010 Christopher Pissarides (1948)
Peter A. Diamond (1940)
Dale Mortensen (1939–2014)
»für ihre Analyse von Märkten mit Friktion«

Preisträger 2000er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Paul Krugman Wirtschaftsnobelpreis 2008

Paul Krugman

Paul Krugman ist ein US-amerikanischer Ökonom, der auf dem Gebiet der Außenwirtschaftstheorie forscht, für seine Analysen der Muster internationalen Handels und Räume wirtschaftlicher Aktivität mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2008 ausgezeichnet wurde und Kolumnen für die „New York Times“ verfasst.

Leonid Hurwicz Wirtschaftsnobelpreis 2007

Leonid Hurwicz

Leonid Hurwicz war ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und ein Begründer des „Mechanism Design“ in der Spieltheorie, für das er 2007 zusammen mit Eric S. Maskin und Roger B. Myerson im hohen Alter mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde.

Wirtschaftsnobelpreisträger 2000–2009

2009 Elinor Ostrom (1933–2012)
»für ihre Analyse ökonomischen Handelns im Bereich Gemeinschaftsgüter«
  Oliver E. Williamson (1932)
»für seine Analyse ökonomischen Handelns im firmeninternen Bereich«
2008 Paul Krugman (1953)
»für die Analysen der Handelsmuster und Räume wirtschaftlicher Aktivität«
2007 Leonid Hurwicz (1917–2008)
Eric S. Maskin
Roger B. Myerson
»für die Entwicklung der Grundlagen des Mechanism Design«
2006 Edmund S. Phelps
»für seine Analyse intertemporaler Zielkonflikte in makroökonomischer Politik«
2005 Robert Aumann
Thomas Schelling
»für ihre grundlegenden Beiträge zur Spieltheorie und zum besseren Verständnis von Konflikt und Kooperation«
2004 Finn E. Kydland
Edward C. Prescott
»für ihre Beiträge zur dynamischen Makroökonomik: Die Zeitkonsistenz von Wirtschaftspolitik und die treibende Kraft von Konjunkturzyklen«
2003 Clive W. J. Granger
»für Methoden zur Analyse ökonomischer Zeitreihen mit gemeinsam veränderlichen Trends (Kointegration)«
  Robert F. Engle
»für Methoden zur Analyse ökonomischer Zeitreihen mit zeitlich variabler Volatilität (ARCH-Modell)«
2002 Daniel Kahneman (1934)
»für das Einführen von Einsichten der psychologischen Forschung in die Wirtschaftswissenschaft, besonders bezüglich Beurteilungen und Entscheidungen bei Unsicherheit«
  Vernon L. Smith
»für den Einsatz von Laborexperimenten als Werkzeug in der empirischen ökonomischen Analyse, insbesondere in Studien unterschiedlicher Marktmechanismen«
2001 George A. Akerlof
Michael Spence
Joseph E. Stiglitz
»für ihre Analyse von Märkten mit asymmetrischer Information«
2000 Daniel McFadden
»für die Entwicklung von Theorien und Methoden zur Analyse diskreter Wahlentscheidungen«
  James Heckman
»für die Entwicklung von Theorien und Methoden zur Analyse selektiver Stichproben«

Preisträger 1990er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

John Forbes Nash Wirtschaftsnobelpreis 1994

John Forbes Nash

John Forbes Nash war ein US-amerikanischer Mathematiker, dessen Lebengseschichte in „A Beautiful Mind“ (2001) verfilmt wurde und der zusammen mit Reinhard Selten und John Harsanyi Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1994 „für ihre grundlegende Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie“ war.

Amartya Sen Wirtschaftsnobelpreis 1998

Amartya Sen

Amartya Sen ist ein indischer Wirtschaftswissenschaftler und Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1998 „für seine grundlegenden theoretischen Beiträge zur Wohlfahrtsökonomie, u. a. in Entwicklungsländern“.

Wirtschaftsnobelpreisträger 1990–1999

1999 Robert Mundell
»für seine Analyse der Geld- und Fiskalpolitik in verschiedenen Wechselkurssystemen und für seine Analyse optimaler Währungsgebiete«
1998 Amartya Sen (1933)
»für seine grundlegenden theoretischen Beiträge zur Wohlfahrtsökonomie, u. a. in Entwicklungsländern«
1997 Robert Carhart Merton
Myron S. Scholes
»für ihre Ausarbeitung einer mathematischen Formel zur Bestimmung von Optionswerten an der Börse«
1996 James Mirrlees
William Vickrey
»für ihre grundlegenden Beiträge zur ökonomischen Theorie von Anreizen bei unterschiedlichen Graden von Information der Marktteilnehmer«
1995 Robert E. Lucas
»für seine Formulierung der Theorie rationaler Erwartungen über das Verhalten der verschiedenen Teilnehmer am wirtschaftlichen Geschehen«
1994 John Forbes Nash (1928–2015)
Reinhard Selten (1930)
John Harsanyi
»für ihre grundlegende Analyse des Gleichgewichts in nicht-kooperativer Spieltheorie«
1993 Robert Fogel
Douglass North
»für ihre Erneuerung der wirtschaftsgeschichtlichen Forschung durch Anwendung ökonomischer Theorie und quantitativer Methoden, um wirtschaftlichen und institutionellen Wandel zu erklären«
1992 Gary Becker (1930–2014)
»für seine Ausdehnung der mikroökonomischen Theorie auf einen weiten Bereich menschlichen Verhaltens und menschlicher Zusammenarbeit«
1991 Ronald Coase (1910–2013)
»für seine Entdeckung und Klärung der Bedeutung der sogenannten Transaktionskosten und der Verfügungsrechte für die institutionelle Struktur und das Funktionieren der Wirtschaft«
1990 Harry Markowitz
»für seine Entwicklung der Theorie der Portfolio-Auswahl«
  William Sharpe
»für seine grundlegenden Beiträge zur wissenschaftlichen Theorie der Preisbildung für Finanzfragen«
  Merton Miller
»für seine grundlegenden wissenschaftlichen Beiträge zur Theorie der Unternehmensfinanzen«

Preisträger 1980er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

James M. Buchanan Wirtschaftsnobelpreis 1986

James M. Buchanan

James M. Buchanan war ein US-amerikanischer Ökonom und Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften 1986 „für die Entwicklung der kontrakttheoretischen und konstitutionellen Grundlagen der ökonomischen und politischen Beschlussfassung“.

Maurice Allais Wirtschaftsnobelpreis 1988

Maurice Allais

Maurice Allais war ein französischer Ingenieur, Wirtschaftswissenschaftler und Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1988 „für seine bahnbrechenden Beiträge zur Theorie der Märkte und der effizienten Nutzung von Ressourcen“.

Wirtschaftsnobelpreisträger 1980–1989

1989 Trygve Magnus Haavelmo
»für seine Formulierung der wahrscheinlichkeitstheoretischen Grundlagen der Ökonometrie«
1988 Maurice Allais (1911–2010)
»für seine bahnbrechenden Beiträge zur Theorie der Märkte und der effizienten Nutzung von Ressourcen«
1987 Robert M. Solow
»für seine Arbeiten über wirtschaftliche Wachstumstheorien«
1986 James M. Buchanan (1919–2013)
»für die Entwicklung der kontrakttheoretischen und konstitutionellen Grundlagen der ökonomischen und politischen Beschlussfassung«
1985 Franco Modigliani
»für seine bahnbrechende Analyse über das Sparverhalten der Finanzmärkte«
1984 Richard Stone
»für seine bahnbrechenden Leistungen bei der Entwicklung von volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungssystemen, wodurch er die Grundlage empirischer Wirtschaftsanalyse radikal verbessert hat«
1983 Gérard Debreu
»für die Einführung neuer analytischer Methoden in die volkswirtschaftliche Theorie und für eine rigorose Neuformulierung der Theorie des allgemeinen Gleichgewichts der Märkte«
1982 George Stigler
»für seine bahnbrechenden Studien der Funktionsweise und der Strukturen von Märkten sowie der Ursachen und Wirkungen von Regelungen der öffentlichen Hand«
1981 James Tobin
»für seine Analyse der Finanzmärkte und deren Auswirkungen auf Ausgabenbeschlüsse und damit auf Beschäftigung, Produktion und Preisentwicklung«
1980 Lawrence Klein
»für die Konstruktion ökonomischer Konjunkturmodelle und deren Verwendung bei Analysen der Wirtschaftspolitik«

Preisträger 1970er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Milton Friedman Wirtschaftsnobelpreis 1976

Milton Friedman

Milton Friedman war ein einflussreicher marktliberaler US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts, der „für seinen Beitrag zur Verbrauchsanalyse, zur Geldgeschichte und Geldtheorie sowie seine Klarlegung der Komplexität der Stabilisierungspolitik“ den Nobelpreis für Wirtschaft 1976 erhielt.

Gunnar Myrdal Wirtschaftsnobelpreis 1974

Gunnar Myrdal

Gunnar Myrdal war ein schwedischer Ökonom und ein Träger des Nobelpreises für Wirtschaft 1974 „für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie und ihre tiefgründigen Analysen der wechselseitigen Abhängigkeit von wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Verhältnissen“.

Wirtschaftsnobelpreisträger 1970–1979

1979 William Arthur Lewis (1915–1991)
Theodore W. Schultz (1902–1998)
»für ihre bahnbrechenden Arbeiten in der Erforschung der wirtschaftlichen Entwicklung, unter besonderer Berücksichtigung der Probleme der Entwicklungsländer«
1978 Herbert A. Simon
»für seine bahnbrechende Erforschung der Entscheidungsprozesse in Wirtschaftsorganisationen«
1977 Bertil Ohlin
James Edward Meade
»für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Theorie des internationalen Handels und der internationalen Kapitalbewegung«
1976 Milton Friedman (1912–2006)
»für seinen Beitrag zur Verbrauchsanalyse, zur Geldgeschichte und -theorie sowie seine Klarlegung der Komplexität der Stabilisierungspolitik«
1975 Leonid W. Kantorowitsch
Tjalling Koopmans
»für ihren Beitrag zur Theorie der optimalen Ressourcen-Verwendung«
1974 Gunnar Myrdal (1898–1987)
Friedrich August von Hayek (1899–1992)
»für ihre bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie und ihre tiefgründigen Analysen der wechselseitigen Abhängigkeit von wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Verhältnissen«
1973 Wassily Leontief
»für die Ausarbeitung der Input-Output-Methode sowie für ihre Anwendung bei wichtigen wirtschaftlichen Problemen«
1972 John R. Hicks
Kenneth Arrow
»für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur allgemeinen Theorie des ökonomischen Gleichgewichts und zur Wohlfahrtstheorie«
1971 Simon Smith Kuznets (1901–1985)
»für seine erfahrungsmäßig gefundenen Erklärungen von wirtschaftlichem Wachstum, welche zu neuen und vertieften Einsichten in die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und Entwicklungsprozesse führten«
1970 Paul A. Samuelson
»für die wissenschaftliche Arbeit, durch welche er die statische und dynamische wirtschaftliche Theorie entwickelte und aktiv zur Hebung des Niveaus der Analyse in den Wirtschaftswissenschaften beitrug«

Preisträger 1960er-Jahre

Wirtschaftsnobelpreisträger 1960–1969

1969 Ragnar A. K. Frisch
Jan Tinbergen
»für Entwicklung und Anwendung dynamischer Modelle zur Analyse von Wirtschaftsprozessen«

Nobelpreise entdecken