Marie Curie

Chemienobelpreis

Nobelpreisträger für Chemie

Die Träger des Nobelpreises für Chemie leisteten Großes in Disziplinen wie der Biochemie, physikalischen, organischen oder analytischen Chemie. Sie untersuchten chemische Prozesse in der Thermodynamik, molekulare Strukturen und chemische Vorgänge der Natur. Mal theoretisch, mal anwendungsbezogen – immer zum Fortschritt der Wissenschaft.

Nobelpreis-Fakten

Der Nobelpreis für Chemie – Geschichte, Trivia und Statistiken zur Auszeichnung

Der Nobelpreis für Chemie ist einer von fünf von Alfred Nobel gestifteten Nobelpreisen und wird seit 1901 jährlich von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften traditionell am 10. Dezember eines Jahres im Auftrag der Nobelstiftung vergeben.

Mit dem Nobelpreis für Physik werden gemäß des Testaments von Alfred Nobel Forscherinnen und Forscher des Faches ausgezeichnet, die „der Menschheit den größten Nutzen geleistet“ und „die wichtigste chemische Entdeckung oder Verbesserung gemacht“ haben.

Diese Liste ist eine vollständige Zusammenstellung aller mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichneten Individuen seit 1901.

Weitere Nobelpreise

Top 25 Chemienobelpreise

Preisträger 2010er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Aziz Sancar Chemienobelpreis 2015

Aziz Sancar

Aziz Sancar ist ein türkisch-US-amerikanischer Biochemiker und Genetiker, der zusammen mit Paul Modrich und Tomas Lindahl „für die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur“ mit dem Nobelpreis für Chemie 2015 ausgezeichnet wurde.

Paul Modrich Chemienobelpreis 2015

Paul Modrich

Paul Modrich ist ein US-amerikanischer Biochemiker und Genetiker, der zusammen mit Tomas Lindahl und Aziz Sancar „für die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur“ mit dem Nobelpreis für Chemie 2015 ausgezeichnet wurde.

Chemienobelpreisträger seit 2010

2016 Jean-Pierre Sauvage (1944)
J. Fraser Stoddart (1942)
Bernard L. Feringa (1951)
»für das Design und die Synthese von molekularen Maschinen«
2015 Tomas Lindahl (1938)
Paul Modrich (1946)
Aziz Sancar (1946)
»für die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur«
2014 Stefan Hell (1962)
William Moerner (1953)
Eric Betzig (1960)
»für die Entwicklung von superauflösender Fluoreszenzmikroskopie«
2013 Martin Karplus (1930)
Michael Levitt (1947)
Arieh Warshel (1940)
»für die Entwicklung von Multiskalenmodellen für komplexe chemische Systeme«
2012 Robert Lefkowitz (1943)
Brian Kobilka (1955)
»für ihre Studien zu G-Protein-gekoppelten Rezeptoren«
2011 Dan Shechtman (1941)
»für die Entdeckung der Quasikristalle«
2010 Richard F. Heck (1931)
Ei-ichi Negishi (1935)
Akira Suzuki (1930)
»für Palladium-katalysierte Kreuzkupplungen in organischer Synthese«

Preisträger 2000er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Venkatraman Ramakrishnan Chemienobelpreis 2009

Venkatraman Ramakrishnan

Venkatraman Ramakrishnan ist ein US-amerikanisch-indischer Strukturbiologe, der für seine Forschung über die Struktur und Funktion von Ribosomen zusammen mit Ada E. Yonath und Thomas A. Steitz den Nobelpreis für Chemie 2009 erhielt.

Ada E. Yonath Chemienobelpreis 2009

Ada E. Yonath

Ada E. Yonath ist eine israelische Biologin, Kristallographin und „für die Studien zur Struktur und Funktion des Ribosoms“ zusammen mit Venkatraman Ramakrishnan und Thomas A. Steitz Trägerin des Nobelpreises für Chemie 2009.

Chemienobelpreisträger 2000–2009

2009 Ada E. Yonath (1939)
Venkatraman Ramakrishnan (1952)
Thomas A. Steitz (1940)
»für die Studien zur Struktur und Funktion des Ribosoms«
2008 Osamu Shimomura
Martin Chalfie
Roger Tsien
»für die Entdeckung und Weiterentwicklung des grün fluoreszierenden Proteins«
2007 Gerhard Ertl (1936)
»für seine Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen«
2006 Roger D. Kornberg (1947)
»für seine Arbeiten über die molekularen Grundlagen der Gentranskription in eukaryotischen Zellen«
2005 Yves Chauvin (1930–2015)
Robert Grubbs
Richard R. Schrock
»für die Entwicklung der Metathese-Methode in der organischen Synthese«
2004 Aaron Ciechanover (1947)
Avram Hershko (1937)
Irwin Rose (1926–2015)
»für die Entdeckung des Ubiquitin-gesteuerten Proteinabbaus«
2003 Peter Agre
»für die Entdeckung der Wasserkanäle in Zellmembranen«
  Roderick MacKinnon
»für seine strukturellen und mechanischen Studien von Ionenkanälen in Zellmembranen«
2002 John B. Fenn
Kōichi Tanaka
»für ihre Entwicklung von weichen Desorptions/Ionisations-Methoden für massenspektrometrische Analysen von biologischen Makromolekülen«
  Kurt Wüthrich (1938)
»für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie zur Bestimmung der dreidimensionalen Struktur von biologischen Makromolekülen in Lösungen«
2001 William S. Knowles
Ryōji Noyori
»für ihre Arbeiten über chiral katalysierende Hydrierungsreaktionen«
  Barry Sharpless
»für seine Arbeiten über chiral katalysierende Oxidationsreaktionen«
2000 Alan MacDiarmid (1927–2007)
Hideki Shirakawa (1936)
Alan J. Heeger
»für die Entdeckung und Entwicklung von leitenden Polymeren«

Preisträger 1990er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Walter Kohn Chemienobelpreis 1998

Walter Kohn

Walter Kohn ist ein US-amerikanischer Physiker österreichischer Herkunft und neben John Anthony Pople Träger des Nobelpreises für Chemie 1998 „für seine Entwicklung quantenchemischer Methoden“.

Richard E. Smalley Chemienobelpreis 1996

Richard E. Smalley

Richard E. Smalley war ein US-amerikanischer Chemiker und Pionier der Nanotechnologie, der für die Entdeckung der „Fullerene“ (Modifikationen von Kohlenstoff) zusammen mit Robert Curl und Harold Kroto den Nobelpreis für Chemie 1996 erhielt.

Chemienobelpreisträger 1990–1999

1999 Ahmed Zewail
»für seine Studien des Übergangszustands chemischer Reaktionen mit Hilfe der Femtosekundenspektroskopie«
1998 John Anthony Pople
»für die Entwicklung von Methoden, mit denen die Eigenschaften von Molekülen und deren Zusammenwirken in chemischen Prozessen theoretisch erforscht werden können«
  Walter Kohn (1923)
»für seine Entwicklung quantenchemischer Methoden«
1997 Jens Christian Skou (1918)
»für die Entdeckung des ionentransportierenden Enzyms Natrium-Kalium-ATPase«
  Paul D. Boyer
John E. Walker
»für die Klärung der Synthese des energiereichen Moleküls Adenosintriphosphat (ATP)«
1996 Harold Kroto (1939)
Robert F. Curl
Richard E. Smalley (1943–2005)
»für die Entdeckung der Fullerene, auch Buckyballs genannt, einer neuen Form des Kohlenstoffs mit kugelförmigen Molekülen«
1995 Paul J. Crutzen
Mario J. Molina
Frank Sherwood Rowland
»für ihre Arbeiten zur Chemie der Erdatmosphäre, insbesondere über Bildung und Abbau von Ozon«
1994 George A. Olah
»für seine Erforschung der Carbokationen«
1993 Kary Mullis (1944)
»für seine Entwicklung der Polymerase-Kettenreaktion«
  Michael Smith
»für seine Entwicklung einer Methode zur Veränderung (Mutagenese) der Desoxyribonukleinsäure, auf der die Erbinformationen gespeichert sind«
1992 Rudolph Arthur Marcus
»für seine wichtigen Beiträge zur Theorie von Elektronentransfer-Reaktionen in chemischen Systemen«
1991 Richard R. Ernst (1933)
»für seine Beiträge zur Entwicklung der hochauflösenden Kernresonanzspektroskopie, einer Methode zur Analyse von Molekülstrukturen«
1990 Elias James Corey Jr.
»für seine Formulierung wichtiger Theorien und Entwicklungen von Methoden organischer Synthese«

Preisträger 1980er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Yuan T. Lee Chemienobelpreis 1986

Yuan T. Lee

Yuan T. Lee ist ein taiwanischer Chemiker und zusammen mit Dudley R. Herschbach sowie John C. Polanyi „für ihre Arbeiten zur Dynamik chemischer Elementarprozesse“ Träger des Nobelpreises für Chemie 1986.

Roald Hoffmann Chemienobelpreis 1981

Roald Hoffmann

Roald Hoffmann ist ein US-amerikanischer Chemiker und zusammen mit Fukui Ken’ichi Träger des Nobelpreises für Chemie 1981 „für ihre unabhängig voneinander entwickelten Theorien über den Verlauf chemischer Reaktionen“.

Chemienobelpreisträger 1980–1989

1989 Sidney Altman
Thomas R. Cech
»für ihre Entdeckung der chemische Prozesse beschleunigenden Eigenschaften der Ribonukleinsäure«
1988 Johann Deisenhofer (1943)
Robert Huber (1937)
Hartmut Michel (1948)
»für die Erforschung des Reaktionszentrums der Photosynthese bei einem Purpurbakterium«
1987 Jean-Marie Lehn (1939)
Donald J. Cram (1919–2001)
Charles Pedersen (1904–1989)
»für ihre Entwicklung und Verwendung von Molekülen mit strukturspezifischer Wechselwirkung von hoher Selektivität«
1986 Yuan T. Lee (1936)
Dudley R. Herschbach (1932)
John C. Polanyi
»für ihre Arbeiten zur Dynamik chemischer Elementarprozesse«
1985 Herbert A. Hauptman
Jerome Karle
»für ihre hervorragenden Leistungen in der Entwicklung direkter Methoden zur Bestimmung von Kristallstrukturen«
1984 Robert Bruce Merrifield (1921–2006)
»für seine einfache und geniale Methode zur Herstellung von Peptiden und Proteinen«
1983 Henry Taube
»für seine Arbeiten über die Reaktionsmechanismen der Elektronenübertragung, insbesondere bei Metallkomplexen«
1982 Aaron Klug (1926)
»für die Entwicklung kristallographischer Verfahren zur Entschlüsselung biologisch wichtiger Nukleinsäure-Protein-Komplexe«
1981 Roald Hoffmann (1937)
Fukui Ken’ichi (1918–1998)
»für ihre unabhängig voneinander entwickelten Theorien über den Verlauf chemischer Reaktionen«
1980 Frederick Sanger (1918–2013)
Walter Gilbert
»für ihre Beiträge die Bestimmung von Basensequenzen in Nukleinsäuren betreffend«
  Paul Berg
»für seine grundlegenden Arbeiten über Nukleinsäuren-Biochemie, unter besonderer Berücksichtigung von Hybrid-DNA«

Preisträger 1970er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Gerhard Herzberg Chemienobelpreis 1971

Gerhard Herzberg

Gerhard Herzberg war ein deutsch-kanadischer Physiker und Chemiker, der „für seine Arbeiten über die Elektronenstruktur und die Geometrie bei den Molekülen, insbesondere freier Radikale“ mit dem Nobelpreis für Chemie 1971 ausgezeichnet wurde.

Luis Federico Leloir Chemienobelpreis 1970

Luis Federico Leloir

Luis Federico Leloir war ein argentinischer Biochemiker und Physiologie, der Kohlenhydrate und Zuckermoleküle erforschte, das erste Zuckernukleotid isolierte und seine Funktion in der Biosynthese der Kohlenhydrate entdeckte und dafür mit dem Nobelpreis für Chemie 1970 geehrt wurde.

Chemienobelpreisträger 1970–1979

1979 Georg Wittig (1897–1987)
Herbert Charles Brown
»für ihre Entwicklung von Bor- beziehungsweise Phosphorverbindungen in wichtigen Reagenzien innerhalb organischer Synthesen«
1978 Peter D. Mitchell
»für seinen Beitrag zum Verständnis biologischer Energieübertragung durch Entwicklung der chemiosmotischen Theorie«
1977 Ilya Prigogine
»für seinen Beitrag zur irreversiblen Thermodynamik, insbesondere zur Theorie der ‚dissipativen Strukturen‘«
1976 William Lipscomb
»für seine Arbeiten über die Struktur der Borane«
1975 John Warcup Cornforth (1917–2013)
»für seine Arbeiten über die Stereochemie von Enzym-Katalyse-Reaktionen«
  Vladimir Prelog (1906–1998)
»für seine Forschungen in der Stereochemie organischer Moleküle und Reaktionen«
1974 Paul Flory
»für seine grundlegenden Leistungen, sowohl theoretisch als auch experimentell, in der physikalischen Chemie der Makromoleküle«
1973 Geoffrey Wilkinson (1921–1996)
Ernst Otto Fischer (1918–2007)
»für ihre bahnbrechenden unabhängig voneinander geleisteten Arbeiten über die Chemie der metallorganischen so genannten Sandwich-Verbindungen«
1972 Stanford Moore
William Howard Stein
»für ihren Beitrag zum Verständnis der Verbindung zwischen chemischer Struktur und katalytischer Tätigkeit des aktiven Zentrums der Ribonuklease-Moleküle«
  Christian B. Anfinsen (1916–1995)
»für seine Arbeiten über Ribonuklease, insbesondere die Verbindung zwischen Aminosäurereihen und biologisch wirksamen Konformationen«
1971 Gerhard Herzberg (1904–1999)
»für seine Arbeiten über die Elektronenstruktur und die Geometrie bei den Molekülen, insbesondere freier Radikale«
1970 Luis Federico Leloir (1906–1987)
»für die Entdeckung der Zucker-Nukleotide und ihrer Funktion in der Biosynthese von Kohlenhydraten«

Preisträger 1960er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Karl Ziegler Chemienobelpreis 1963

Karl Ziegler

Karl Ziegler war ein deutscher Chemiker und zusammen mit Giulio Natta Träger des Nobelpreises für Chemie 1963 „für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Chemie und der Technologie der Hochpolymeren“.

Melvin Calvin Chemienobelpreis 1961

Melvin Calvin

Melvin Calvin war ein US-amerikanischer Chemiker, Biochemiker, der die Photosynthese erforschte und „für seine Forschungen über die Kohlensäure-Assimilation der Pflanzen“ mit dem Nobelpreis für Chemie (1961) ausgezeichnet wurde.

Chemienobelpreisträger 1960–1969

1969 Derek H. R. Barton
Odd Hassel
»für ihre Arbeiten in der Entwicklung des Konformationsbegriffes und dessen Anwendung in der Chemie«
1968 Lars Onsager
»für die Entdeckung der nach ihm benannten reziproken Beziehungen, die grundlegend für die Thermodynamik der irreversiblen Prozesse sind«
1967 George Porter (1920–2002)
Manfred Eigen (1927)
Ronald George Wreyford Norrish
»für ihre Untersuchungen von extrem schnellen chemischen Reaktionen, die durch Zerstörung des Gleichgewichts durch sehr kurze Energieimpulse ausgelöst werden«
1966 Robert Mulliken
»für seine grundlegenden Arbeiten über die chemischen Bindungen und die Elektronenstruktur der Moleküle mit Hilfe der Orbital-Methode«
1965 Robert B. Woodward
»für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Naturstoffsynthesen«
1964 Dorothy Crowfoot Hodgkin (1910–1994)
»für ihre Strukturbestimmung biologisch wichtiger Substanzen mit Röntgenstrahlen«
1963 Karl Ziegler (1898–1973)
Giulio Natta
»für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Chemie und der Technologie der Hochpolymeren«
1962 Max Ferdinand Perutz (1914–2002)
John Cowdery Kendrew
»für ihre Studien über Strukturen der Globulinproteine«
1961 Melvin Calvin (1911–1997)
»für seine Forschungen über die Kohlensäure-Assimilation der Pflanzen«
1960 Willard Frank Libby (1908–1980)
»für seine Methode der Anwendung von Kohlenstoff 14 zur Altersbestimmung in Archäologie, Geologie, Geophysik und anderen Zweigen der Wissenschaft«

Preisträger 1950er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Linus Pauling Chemienobelpreis 1954

Linus Pauling

Linus Pauling war ein US-amerikanischer Chemiker und als Träger des Nobelpreises für Chemie 1954 „für seine Forschungen über die Natur der chemischen Bindung (…)“ und des Friedensnobelpreises 1962 für seinen Einsatz gegen Atomwaffentests einer von nur vier zweifachen Nobelpreisträgern.

Hermann Staudinger Chemienobelpreis 1953

Hermann Staudinger

Hermann Staudinger war ein deutscher Chemiker und Träger des Nobelpreises für Chemie 1953 „für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der makromolekularen Chemie“.

Chemienobelpreisträger 1950–1959

1959 Jaroslav Heyrovský (1890–1967)
»für seine Entdeckung und Entwicklung der polarographischen Methode der Analyse«
1958 Frederick Sanger (1918–2013)
»für seine Arbeiten über die Struktur der Proteine, besonders des Insulins«
1957 Alexander Robertus Todd
»für seine Arbeiten über Nukleotide und Co-Enzymnukleotide«
1956 Cyril Norman Hinshelwood
Nikolai Nikolajewitsch Semjonow
»für ihre Forschungen über die Mechanismen chemischer Reaktionen«
1955 Vincent du Vigneaud
»für seine Arbeiten der biochemisch bedeutsamen Schwefelverbindungen, besonders für die erste Synthese eines Polypeptidhormons«
1954 Linus Pauling (1901–1994)
»für seine Forschungen über die Natur der chemischen Bindung und ihre Anwendung zur Aufhellung der Struktur komplexer Substanzen«
1953 Hermann Staudinger (1881–1965)
»für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der makromolekularen Chemie«
1952 Archer J. P. Martin
Richard L. M. Synge
»für ihre Erfindung der Verteilungs-Chromatographie«
1951 Edwin Mattison McMillan
Glenn T. Seaborg
»für ihre Entdeckungen in der Chemie der Transurane«
1950 Otto Diels (1876–1954)
Kurt Alder (1902–1958)
»für ihre Entdeckungen und die Entwicklung der Dien-Synthese«

Preisträger 1940er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Otto Hahn Chemienobelpreis 1944

Otto Hahn

Otto Hahn war ein deutscher Chemiker und Pionier der Radiochemie, der 1921 die ersten isomeren Kerne („Uran Z“) sowie 1938 zusammen mit Fritz Straßmann die Kernspaltung des Urans entdeckte und für seine Forschung mit dem Nobelpreis für Chemie 1944 geehrt wurde.

Artturi Ilmari Virtanen Chemienobelpreis 1945

Artturi Ilmari Virtanen

Artturi Ilmari Virtanen war ein finnischer Biochemiker und Träger des Nobelpreises für Chemie 1945 „für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Agrikultur- und Nahrungsmittelchemie, insbesondere für seine Methode der Konservierung von Futtermitteln und Futterpflanzen“.

Chemienobelpreisträger 1940–1949

1949 William Francis Giauque
»für seinen Beitrag zur chemischen Thermodynamik, insbesondere für seine Untersuchungen über die Eigenschaften bei extrem tiefen Temperaturen«
1948 Arne Tiselius
»für seine Arbeiten über die Analyse mit Hilfe von Elektrophorese und Adsorption, insbesondere für seine Entdeckungen über die komplexe Natur von Serum-Proteinen«
1947 Robert Robinson
»für seine Untersuchungen über biologisch wichtige Pflanzenprodukte insbesondere Alkaloide«
1946 John Howard Northrop
Wendell Meredith Stanley
»für ihre Darstellung von Enzymen und Virus-Proteinen in reiner Form«
  James Batcheller Sumner
»für seine Entdeckung der Kristallisierbarkeit von Enzymen«
1945 Artturi Ilmari Virtanen (1895–1973)
»für seine Untersuchungen und Entdeckungen auf dem Gebiet der Agrikultur- und Nahrungsmittelchemie, insbesondere für seine Methode der Konservierung von Futtermitteln und Futterpflanzen«
1944 Otto Hahn (1879–1968)
»für seine Entdeckung der Kernspaltung von Atomen«
1943 George de Hevesy (1885–1966)
»für seine Arbeiten über die Anwendung der Isotope als Indikatoren bei der Erforschung chemischer Prozesse«
1942 1942 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1941 1941 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1940 1940 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.

Preisträger 1930er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Irène Joliot-Curie Chemienobelpreis 1935

Irène Joliot-Curie

Irène Joliot-Curie war eine französische Chemikerin, die die Tochter von Marie und Pierre Curie war, ebenfalls die Radioaktivität erforschte und für die künstliche Herstellung neuer radioaktiver Elemente mit ihrem Ehemann Frédéric Joliot-Curie den Nobelpreise für Chemie 1935 erhielt.

Frédéric Joliot-Curie Chemienobelpreis 1935

Frédéric Joliot-Curie

Frédéric Joliot-Curie war ein französischer Physiker, Assistent von Marie Curie und mit seiner Ehefrau Irène Joliot-Curie Träger des Nobelpreises für Chemie 1935 für die Entdeckung der künstlichen Radioaktivität.

Chemienobelpreisträger 1930–1939

1939 Leopold Ružička (1887–1976)
»für seine Arbeiten an Polymethylenen und höheren Terpenen«
  Adolf Butenandt (1903–1995)
»für seine Arbeiten über Sexualhormone«
1938 Richard Kuhn (1900–1967)
»für seine Arbeiten über Carotinoide und Vitamine«
1937 Paul Karrer (1889–1971)
»für seine Forschungen über die Carotinoide und Flavine sowie über die Vitamine A und B2«
  Walter Norman Haworth
»für seine Forschungen über Kohlenhydrate und Vitamin C«
1936 Peter Debye
»für seine Beiträge zu unserer Kenntnis der Molekularstrukturen durch seine Forschungen über Dipolmomente, über die Beugung von Röntgenstrahlen und an Elektronen in Gasen«
1935 Frédéric Joliot-Curie (1900–1958)
Irène Joliot-Curie (1897–1956)
»für ihre gemeinsam durchgeführten Synthesen von neuen radioaktiven Elementen«
1934 Harold C. Urey
»für seine Entdeckung des schweren Wasserstoffes«
1933 1933 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1932 Irving Langmuir (1881–1957)
»für seine Entdeckungen und Forschungen im Bereich der Oberflächenchemie«
1931 Friedrich Bergius (1884–1949)
Carl Bosch (1874–1940)
»für ihre Verdienste um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren«
1930 Hans Fischer (1881–1945)
»für seine Arbeiten über den strukturellen Aufbau der Blut- und Pflanzenfarbstoffe und für die Synthese des Hämins«

Preisträger 1920er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Richard Adolf Zsigmondy Chemienobelpreis 1925

Richard Adolf Zsigmondy

Richard Adolf Zsigmondy war ein österreichischer Chemiker und Träger des Nobelpreises für Chemie 1925 „für die Aufklärung der heterogenen Natur kolloidaler Lösungen sowie für die dabei angewandten Methoden, die grundlegend für die moderne Kolloidchemie sind“.

Theodor Svedberg Chemienobelpreis 1926

Theodor Svedberg

Theodor Svedberg war ein schwedischer Chemiker und Träger des Nobelpreises für Chemie 1926 „für seine Arbeiten über disperse Systeme“.

Chemienobelpreisträger 1920–1929

1929 Arthur Harden (1865–1940)
Hans von Euler-Chelpin (1873–1964)
»für ihre Forschung über die Zuckervergärung und deren Anteil der Enzyme an diesem Vorgang«
1928 Adolf Windaus (1876–1959)
»für seine Verdienste um die Erforschung des Aufbaus der Sterine und ihres Zusammenhanges mit den Vitaminen«
1927 Heinrich Otto Wieland (1877–1957)
»für seine Forschungen über die Zusammensetzung der Gallensäure und verwandter Substanzen«
1926 Theodor Svedberg (1884–1971)
»für seine Arbeiten über disperse Systeme«
1925 Richard Adolf Zsigmondy (1865–1929)
»für die Aufklärung der heterogenen Natur kolloidaler Lösungen sowie für die dabei angewandten Methoden, die grundlegend für die moderne Kolloidchemie sind«
1924 1924 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1923 Fritz Pregl (1869–1930)
»für die von ihm entwickelte Mikroanalyse organischer Substanzen«
1922 Francis William Aston (1877–1945)
»für seine Entdeckung einer großen Zahl von Isotopen in mehreren nicht radioaktiven Elementen mit Hilfe seines Massenspektrographen sowie für seine Entdeckung des so genannten Gesetzes der Ganzzahligkeit«
1921 Frederick Soddy (1877–1956)
»für seine Beiträge zur Kenntnis der Chemie der radioaktiven Stoffe und seine Untersuchungen über das Vorkommen und die Natur der Isotopen«
1920 Walther Hermann Nernst (1864–1941)
»als Anerkennung für seine thermochemischen Arbeiten«

Preisträger 1910er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Marie Curie Chemienobelpreis 1911

Marie Curie

Marie Curie war eine bedeutende polnisch-französische Physikerin und Chemikerin, die für die Erforschung der radioaktiven Strahlung und Mitentdeckung der Elemente Polonium und Radium die Nobelpreise für Physik (1903) und Chemie (1911) erhielt und damit die erste weibliche sowie zweifache Nobelpreisträgerin ist.

Fritz Haber Chemienobelpreis 1918

Fritz Haber

Fritz Haber war ein deutscher Chemiker, der als Entwickler der Ammoniaksynthese mit dem Nobelpreis für Chemie 1918 geehrt wurde und aufgrund der Nutzung seiner Forschung für den Einsatz von Giftgas im Zweiten Weltkrieg ein „Pionier“ der chemischen Kriegsführung sowie einer der umstrittensten Nobelpreisträger ist.

Chemienobelpreisträger 1910–1919

1919 1919 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1918 Fritz Haber (1868–1934)
»für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen«
1917 1917 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1916 1916 wurde kein Chemienobelpreis verliehen.
1915 Richard Martin Willstätter (1872–1942)
»für seine Untersuchungen der Farbstoffe im Pflanzenreich, vor allem des Chlorophylls«
1914 Theodore William Richards (1868–1928)
»als Anerkennung seiner genauen Bestimmungen des Atomgewichts von zahlreichen chemischen Elementen«
1913 Alfred Werner (1866–1919)
»auf Grund seiner Arbeiten über die Bindungsverhältnisse der Atome im Molekül, wodurch er ältere Forschungsgebiete geklärt und neue erschlossen hat, besonders im Bereich der anorganischen Chemie«
1912 Victor Grignard (1871–1935)
»für das von ihm aufgefundene sog. Grignard’sche Reagenz, das in den letzten Jahren in hohem Grad den Fortschritt der organischen Chemie gefördert hat«
  Paul Sabatier (1854–1941)
»für seine Methode, organische Verbindungen bei Gegenwart fein verteilter Metalle zu hydrieren, wodurch der Fortschritt der organischen Chemie in den letzten Jahren in hohem Grad gefördert worden ist«
1911 Marie Curie (1867–1934)
»als Anerkennung des Verdienstes, das sie sich um die Entwicklung der Chemie erworben hat durch die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium, durch die Charakterisierung des Radiums und dessen Isolierung in metallischem Zustand und durch ihre Unt«
1910 Otto Wallach (1847–1931)
»als Anerkennung des Verdienstes, den er sich um die Entwicklung der organischen Chemie und der chemischen Industrie durch seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der alicyclischen Verbindungen erworben hat«

Preisträger 1900er-Jahre

Preisträger des Jahrzehnts

Ernest Rutherford Chemienobelpreis 1908

Ernest Rutherford

Ernest Rutherford war ein bedeutender neuseeländischer Atomphysiker und Träger des Nobelpreises für Chemie 1908, der den Zerfall von Elementen untersuchte und die Gesetzmäßigkeit der Halbwertszeit entdeckte, die Chemie von radioaktiven Stoffen analysierte und das Rutherfordsche Atommodell entwickelte.

Jacobus Henricus van't Hoff Chemienobelpreis 1901

Jacobus Henricus van't Hoff

Jacobus Henricus van't Hoff war ein niederländischer Chemiker Träger des Nobelpreises für Chemie 1901 „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der Gesetze der chemischen Dynamik und des osmotischen Druckes in Lösungen erworben hat“.

Chemienobelpreisträger 1900–1909

1909 Wilhelm Ostwald (1853–1932)
»als Anerkennung für seine Arbeiten über die Katalyse sowie für seine grundlegenden Untersuchungen über chemische Gleichgewichtsverhältnisse und Reaktionsgeschwindigkeiten«
1908 Ernest Rutherford (1871–1937)
»für seine Untersuchungen über den Zerfall der Elemente und die Chemie der radioaktiven Stoffe«
1907 Eduard Buchner (1860–1917)
»für seine biochemischen Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung«
1906 Henri Moissan (1852–1907)
»als Anerkennung des großen Verdienstes, den er sich durch seine Untersuchung und Isolierung des Elements Fluor sowie durch die Einführung des nach ihm benannten elektrischen Ofens in den Dienst der Wissenschaft erworben hat«
1905 Adolf von Baeyer (1835–1917)
»als Anerkennung des Verdienstes, den er sich um die Entwicklung der organischen Chemie und der chemischen Industrie durch seine Arbeiten über die organischen Farbstoffe und die hydroaromatischen Verbindungen erworben hat«
1904 William Ramsay (1852–1916)
»als Anerkennung des Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der indifferenten gasförmigen Grundstoffe Edelgase in der Luft und die Bestimmung ihres Platzes im periodischen System erworben hat«
1903 Svante Arrhenius (1859–1927)
»als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch seine Theorie über die elektrolytische Dissoziation um die Entwicklung der Chemie erworben hat«
1902 Emil Fischer (1852–1919)
»als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch seine synthetischen Arbeiten auf dem Gebiet der Zucker- und Puringruppen erworben hat«
1901 Jacobus Henricus van't Hoff (1852–1911)
»als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der Gesetze der chemischen Dynamik und des osmotischen Druckes in Lösungen erworben hat«

Nobelpreise entdecken