
Annette von Droste-Hülshoff
wurde am 10. Januar 1797 geboren
Anna Elisabeth Freiin Droste zu Hülshoff war eine der bedeutendsten deutschen Dichterinnen und Schriftstellerinnen, die mit ihren Werken wie der Kriminal-Novelle „Die Judenbuche“ (1842) und dem religiösen Gedichtzyklus „Das geistliche Jahr“ (posthum 1851) fester Bestandteil der deutschen Literaturgeschichte ist. Sie wurde am 10. Januar 1797 in Havixbeck bei Münster im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und verstarb mit 51 Jahren am 24. Mai 1848 in Meersburg in Großherzogtum Baden (heute Deutschland). 2026 jährte sich ihr Geburtstag zum 229. Mal.
Lebensdaten
Steckbrief von Annette von Droste-Hülshoff
| Geburtsdatum | Dienstag, 10. Januar 1797 |
|---|---|
| Geburtsort | Havixbeck bei Münster, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland) |
| Todesdatum | Mittwoch, 24. Mai 1848 (†51) |
| Sterbeort | Meersburg, Großherzogtum Baden (heute Deutschland) |
| Grabstätte | Städtischer Friedhof, Meersburg |
| Sternzeichen | Steinbock |
Biografie
Annette von Droste-Hülshoff – Leben und Wirken
Annette von Droste-Hülshoff gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Mit „Die Judenbuche“ schrieb sie einen der bekanntesten Prosatexte ihrer Zeit; Gedichte wie „Der Knabe im Moor“ und „Am Turme“ zeigen ihre eigenständige Lyrik. Ein großer Teil ihres Werks entstand abseits des professionellen Literaturbetriebs auf westfälischen Familiensitzen und während längerer Aufenthalte am Bodensee. Zu Lebzeiten blieb ihre Anerkennung dennoch begrenzt.
Droste-Hülshoff wurde 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster als zweites von vier Kindern einer westfälischen Adelsfamilie geboren. Sie erhielt Privatunterricht, begann früh zu schreiben und beschäftigte sich intensiv mit Musik, sang, spielte Klavier und komponierte. Über die Familie ihrer Mutter kam sie mit dem literarischen Kreis auf dem Bökerhof in Bökendorf in Verbindung. Dort lernte sie 1818 den Studenten Heinrich Straube kennen. Die Beziehung endete 1820 nach einer von mehreren Beteiligten inszenierten Intrige und führte zu schweren Konflikten mit ihrem Umfeld.
Nach dem Tod ihres Vaters zog Droste-Hülshoff 1826 mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jenny in das nahe gelegene Haus Rüschhaus. Ihr kleines Wohn- und Arbeitszimmer nannte sie ihr „Schneckenhäuschen“. Hier entstanden unter anderem Teile des „Geistlichen Jahres“ und wesentliche Arbeiten an der späteren „Judenbuche“. 1838 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband nur unter abgekürztem Namen. Der Erfolg war gering: Lediglich 64 Exemplare wurden verkauft, auch aus der eigenen Familie kam scharfe Kritik.
Eine besonders produktive Zeit begann während ihres Aufenthalts auf der Meersburg am Bodensee 1841/42. Dort lebte ihre Schwester Jenny mit ihrem Mann Joseph von Laßberg, und dort arbeitete Droste-Hülshoff eng mit dem 17 Jahre jüngeren Schriftsteller Levin Schücking zusammen. Innerhalb weniger Monate entstanden rund sechzig Gedichte, darunter zahlreiche Texte, die später zu ihren bekanntesten gehören. 1842 erschien „Die Judenbuche“ im „Morgenblatt für gebildete Leser“. Die Erzählung fand zunächst noch kein großes Publikum, erhöhte aber ihre überregionale Bekanntheit.
1843 erwarb Droste-Hülshoff oberhalb von Meersburg das kleine Fürstenhäusle. Im folgenden Jahr erschien bei Cotta ihre zweite Gedichtsammlung mit Werken wie „Der Knabe im Moor“, „Am Turme“ und den „Heidebildern“. Sie fand deutlich mehr Beachtung als der erste Band. Ihre Gesundheit verschlechterte sich jedoch zunehmend. 1846 reiste Droste-Hülshoff ein letztes Mal nach Meersburg und blieb dort. Sie starb am 24. Mai 1848 im Alter von 51 Jahren auf der Meersburg. Das von ihr zu Lebzeiten nicht zur Veröffentlichung bestimmte „Geistliche Jahr“ erschien 1851 postum.
Ihre breite Bekanntheit entstand erst nach ihrem Tod. Eine besonders alltägliche Form nahm sie fast eineinhalb Jahrhunderte später an: 1992 brachte die Deutsche Bundesbank den letzten 20-DM-Schein mit ihrem Porträt in Umlauf. Auf der Vorderseite waren im Hintergrund Gebäude von Meersburg zu sehen; auf der Rückseite verwiesen eine Schreibfeder und eine Buche ausdrücklich auf „Die Judenbuche“. Bis zum Ende der D-Mark wurde Droste-Hülshoff so zu einem ihrer bekanntesten Gesichter.
Droste-Hülshoff-Zitate
– Annette von Droste-Hülshoff»Ich mag und will jetzt nicht berühmt werden, aber nach hundert Jahren möchte ich gelesen werden, und vielleicht gelingt mir's, da es im Grunde so leicht ist, wie Columbus' Kunststück mit dem Ei.«
– Annette von Droste-Hülshoff (An die Schriftstellerinnen in Deutschland und Frankreich)»Der kecke Falk ist überall zu finden, doch einsam steigt der Aar aus Alpengründen.«
Droste-Hülshoff-Lebenslauf
Zeitleiste: Stationen und Ereignisse im Leben von Droste-Hülshoff
| 1797 | Geburt am 10. Januar in Havixbeck bei Münster im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) |
|---|---|
| 1842 | „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff erscheint – WDR Stichtag |
| 1848 | Tod mit 51 Jahren am 24. Mai in Meersburg in Großherzogtum Baden (heute Deutschland) |
| 2047 | 250. Jubiläum des Geburtstages am 10. Januar |
| 2048 | 200. Todestag am 24. Mai |
Häufige Fragen zu Droste-Hülshoff
Fragen und Fakten über Annette von Droste-Hülshoff
Wann wurde Annette von Droste-Hülshoff geboren? Droste-Hülshoff wurde vor 229 Jahren im Jahr 1797 geboren.
An welchem Tag wurde Droste-Hülshoff geboren? Annette von Droste-Hülshoff hätte im Winter am 10. Januar Geburtstag. Sie wurde an einem Dienstag geboren. In diesem Jahr fiel ihr Geburtstag auf einen Samstag, im nächsten Jahr liegt er auf einem Sonntag.
In welchem Sternzeichen wurde Droste-Hülshoff geboren? Annette von Droste-Hülshoff wurde im westlichen Tierkreiszeichen Steinbock geboren.
Wo wurde Annette von Droste-Hülshoff geboren? Droste-Hülshoff wurde in Deutschland geboren. Sie kam in Havixbeck bei Münster im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) zur Welt.
Wann ist Droste-Hülshoff gestorben? Annette von Droste-Hülshoff starb vor 178 Jahren Mitte des 19. Jahrhunderts am 24. Mai 1848, einem Mittwoch.
Wie alt wurde Annette von Droste-Hülshoff? Annette von Droste-Hülshoff wurde 51 Jahre, 4 Monate und 14 Tage alt.
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