Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

wurde am 10. November 1759 geboren

Johann Christoph Friedrich von Schiller war ein bedeutender deutscher Dichter, Philosoph und Historiker (u. a. „Die Räuber“ 1781, „Kabale und Liebe“ 1783, „Ode an die Freude“ 1786, „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ 1786, „Don Karlos“ 1787, „Die BĂĽrgschaft“ 1798, „Wallenstein“ 1799, „Maria Stuart“ 1800, „Wilhelm Tell“ 1803/1804). Er wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und verstarb mit 45 Jahren am 9. Mai 1805 in Weimar. 2017 jährt sich sein Geburtstag zum 258. Mal.

Friedrich Schiller, geboren 1759, war ein deutscher Dichter, Dramatiker und Historiker.

Lebensdaten

Steckbrief von Friedrich Schiller

GeburtsdatumSamstag, 10. November 1759
GeburtsortMarbach am Neckar, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland)
TodesdatumDonnerstag, 9. Mai 1805 (†45)
SterbeortWeimar, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland)
GrabstätteWeimarer Fürstengruft, Historischer Friedhof, Weimar
SternzeichenSkorpion

Schiller-Zitate

»Dem Friedlichen gewährt man gern den Frieden.«

– Friedrich Schiller (Wilhelm Tell)

»Wo rohe Kräfte sinnlos walten, Da kann sich kein Gebild gestalten.«

– Friedrich Schiller (Das Lied von der Glocke)

Zeitliche Einordnung

Schillers Zeit (1759–1805) und seine Zeitgenossen

Friedrich Schiller wird in der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren. Er kommt 1759 zur Zeit des Siebenjährigen Krieges zur Welt. Bekannte Zeitgenossen seiner Generation sind Karl Freiherr vom Stein (1757–1831) und Jean Paul (1763–1825). Geboren am Ende der 1750er-Jahre erlebt er eine Kindheit in den 1760ern und seine Jugend in den 1770ern. Während er lebt wirken u. a. auch Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Friedrich Hölderlin (1770–1843) und Matthias Claudius (1740–1815). Friedrich Schillers Lebensspanne umfasst 45 Jahre. Er stirbt im Jahr 1805.

Schiller-Lebenslauf

Zeitleiste: Stationen und Ereignisse im Leben von Friedrich Schiller

1759Geburt am 10. November in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland)
1782Schillers „Räuber“ lösen einen Skandal aus ( DRadio Kalenderblatt)
1784Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ wird in Frankfurt am Main uraufgeführt ( DRadio Kalenderblatt)
1787Schillers „Don Carlos“ uraufgeführt ( Bayern 2 Kalenderblatt)
1790Heirat mit Charlotte von Lengefeld, geborene Charlotte von Lengefeld
1804Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ wird in Weimar uraufgeführt ( DRadio Kalenderblatt)
1805Tod mit 45 Jahren am 9. Mai in Weimar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland)
2055250. Todestag am 9. Mai
2059300. Jubiläum des Geburtstages am 10. November

Schiller-Autogramm

Unterschrift von Friedrich Schiller

Unterschrift Friedrich Schiller

Schiller-Biographie

Kurzbiografie von Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Friedrich Schiller, neben Goethe der zweite große Klassiker der Deutschen Literatur, machte sich zunächst einen Namen mit seinen bürgerlichen Dramen. Hier kämpften Gefühl und Idealismus gegen absolutistische Machtmechanismen. Hier siegte nicht der Freiheitsdrang über die Vernunft, Schiller postulierte vielmehr eine Versöhnung von Neigung und Pflicht. In seiner zweiten Schaffensphase entwickelte er seinen subjektiven Ansatz weiter zum philosophischen Ideendrama, das er in „Don Carlos“ (1787) verwirklichte. Den Höhepunkt seines Schaffens bilden Schillers philosophisch-ästhetische Schriften, in denen man die jeweiligen Positionen der deutschen Geistesgeschichte nachlesen kann.

Friedrich Schiller wurde in Marbach als erstes Kind des Wundarztes Johann Caspar Schiller und dessen Frau Elisabetha Kodweiß geboren. Sein Vater stand später als Leutnant im Dienste des württembergischen Herzogs, was eine ständige Abhängigkeit und Wohnortwechsel der Familie bedeutete. Nach dem Besuch der Lateinschule schickte sein Vater ihn 1773 auf die Hohe Karlsschule, die im Sinne eines aufgeklärten Absolutismus geführt wurde. Die Schüler wurden dort von hervorragenden jungen Lehrern in literarischen, politischen und wissenschaftlichen Themen unterrichtet.

1776 nahm Schiller sein Medizinstudium auf. Vier Jahre später wurde er mit der dritten Dissertation aus der Militärschule entlassen und als Regimentsmedikus in Stuttgart eingestellt. 1782 wurde Schillers erster großer Erfolg „Die Räuber“ uraufgeführt. Als der Herzog ihm das Verfassen literarischer Schriften verbot, floh er nach Mannheim. Dort fand er 1783 eine Anstellung als Theaterdichter. Obwohl auch sein bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“ erfolgreich war, verließ Schiller aus Unzufriedenheit die Theaterwelt und folgte 1785 für zwei Jahre zwei Bewunderern nach Leipzig.

1787 kam Schiller nach Weimar, wo er 1788 seine erste flüchtige Begegnung mit Goethe hatte. Er lernte erst Herder und Wieland kennen, wobei Letzterer ihn entscheidend beeinflusste, ihm die klassizistische Regelpoetik nahe brachte und ihn bei der Arbeit an „Die Künstler“ (1789) unterstützte. Goethe hielt zunächst noch Distanz, da er Schiller gegensätzlich zu seiner eigenen neuen klassischen Orientierung einschätzte. Dennoch förderte er ihn und vermittelte ihm eine Geschichtsprofessur in Jena. Schiller wurde schnell beliebt und angesehen in seiner neuen Tätigkeit und schrieb sein zweites Geschichtswerk „Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs“. Er erhielt den Hofrat–Titel und konnte damit die adelige Charlotte von Lengefeld heiraten, mit der er später vier Kinder hatte.

1791 machte Schiller eine schwere Lungenerkrankung die Arbeit an der Universität unmöglich. Nur durch ein Stipendium konnte er seine Familie weiter ernähren. In dieser Zeit beschäftigte Schiller sich intensiv mit Kant. Er sah seine früheren rebellischen Werke missverstanden und deutete die Ereignisse der Französischen Revolution als Beweis dafür an, dass die Menschen noch nicht weit genug wären um die neue Freiheit nicht wieder in Unterdrückung enden zu lassen. Schiller wendete sich nun seiner „ästhetischen Erziehung des Menschen“ zu.

1794 lernten Goethe und Schiller sich besser kennen und die Phase der Weimarer Klassik, die von ihnen geprägt wurde, begann. Die Zeitschrift „Die Horen“ erschien, 1796 gaben sie gemeinsam die „Xenien“ heraus, die satirisch ihre literarischen Zeitgenossen kritisierten. 1796 begann Schiller seine „Wallenstein-Trilogie“.

Von Krankheit gezeichnet zog Schiller 1799 nach Weimar und veröffentlichte bis zu seinem Tod in den Folgejahren jährlich noch ein Drama: „Maria Stuart“ (1800), „Die Jungfrau von Orleans“ (1801), „Die Braut von Messina“ (1803) und „Wilhelm Tell“ (1804).

Schiller-FAQ

Fragen und Fakten ĂĽber Friedrich Schiller

Wann wurde Schiller geboren? Friedrich Schiller wurde vor 258 Jahren im Jahr 1759 geboren.

An welchem Tag ist Friedrich Schiller geboren worden? Schiller hatte im Spätherbst am 10. November Geburtstag. Er wurde an einem Samstag geboren. In diesem Jahr fällt sein Geburtstag auf einen Freitag.

Welches Sternzeichen war Schiller? Friedrich Schiller wurde im westlichen Tierkreiszeichen Skorpion geboren.

Wo wurde Friedrich Schiller geboren? Schiller wurde in Deutschland geboren. Er kam in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) zur Welt.

Wann ist Schiller gestorben? Friedrich Schiller starb vor 212 Jahren zu Beginn des 19. Jahrhunderts am 9. Mai 1805, einem Donnerstag.

Wie alt war Friedrich Schiller als er starb? Friedrich Schiller wurde 45 Jahre alt.

Wie groß war Schiller? Friedrich Schiller war überdurchschnittlich groß. Seine Körpergröße betrug etwa 1,90 m.

Geburtsort/Sterbeort

Marbach am Neckar – Heiliges Römisches Reich

Karte des Geburtsortes von Friedrich Schiller

Friedrich Schiller wurde in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und verstarb in Weimar . Das Geburtshaus von Friedrich Schiller (NiklastorstraĂźe 31) liegt an folgender Stelle in Marbach am Neckar:

Karte des Geburtshauses von Friedrich Schiller

Webtipps

Schiller-Infos im Web

Ausgewählte Links zu Webseiten mit biographischen Informationen über Friedrich Schiller:

Schiller-Lesetipp

Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus

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