
Friedrich Schiller
wurde am 10. November 1759 geboren
Johann Christoph Friedrich von Schiller war ein bedeutender deutscher Dichter, Philosoph und Historiker, der für Werke wie „Die Räuber“ (1781), „Kabale und Liebe“ (1783), „Ode an die Freude“ (1786) und „Wallenstein“ (1799) bekannt ist und die deutsche Literatur und das Theater des 18. Jahrhunderts maßgeblich prägte. Er wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) geboren und verstarb mit 45 Jahren am 9. Mai 1805 in Weimar. 2026 jährt sich sein Geburtstag zum 267. Mal.
Lebensdaten
Steckbrief von Friedrich Schiller
| Geburtsdatum | Samstag, 10. November 1759 |
|---|---|
| Geburtsort | Marbach am Neckar, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland) |
| Todesdatum | Donnerstag, 9. Mai 1805 (†45) |
| Sterbeort | Weimar, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland) |
| Grabstätte | Weimarer Fürstengruft, Historischer Friedhof, Weimar |
| Sternzeichen | Skorpion |
Biografie
Friedrich Schiller – Leben und Wirken
Friedrich Schiller machte Freiheit, Macht und moralische Entscheidung zu zentralen Konflikten seiner Dramen. Mit „Die Räuber“ und „Kabale und Liebe“ wurde er zu einem prägenden Autor des Sturm und Drang; „Wallenstein“, „Maria Stuart“ und „Wilhelm Tell“ gehören zu den Hauptwerken der Weimarer Klassik. Dazwischen arbeitete Schiller als Historiker und entwickelte unter dem Einfluss Kants eine eigene Ästhetik. Seine Freundschaft mit Goethe wurde zu einer der produktivsten Partnerschaften der deutschen Literatur.
Schiller wurde 1759 in Marbach am Neckar als zweites Kind und einziger Sohn des Wundarztes und Offiziers Johann Caspar Schiller und seiner Frau Elisabeth Dorothea, geborene Kodweiß, geboren. Wegen der wechselnden Dienstorte des Vaters zog die Familie mehrfach um. 1773 musste Schiller auf Veranlassung Herzog Carl Eugens in die militärisch geführte Karlsschule eintreten. Dort begann er 1774 zunächst Jura zu studieren und wechselte im folgenden Jahr zur Medizin. Nach zwei abgelehnten Abschlussarbeiten beendete er das Studium 1780 mit einer dritten Dissertation.
Anschließend wurde Schiller Regimentsmedikus in Stuttgart. Sein Drama „Die Räuber“, das er noch während der Ausbildung begonnen hatte, wurde im Januar 1782 in Mannheim mit großem Erfolg uraufgeführt. Weil Schiller ohne Erlaubnis dorthin gereist war, ließ der Herzog ihn arrestieren und untersagte ihm weitere literarische Arbeiten. Im September 1782 floh Schiller aus Württemberg. Nach Aufenthalten in Bauerbach und Mannheim folgte er 1785 einer Einladung Christian Gottfried Körners nach Leipzig und Dresden. Dort vollendete er „Don Karlos“ und schrieb „An die Freude“.
1787 zog Schiller nach Weimar. Im September 1788 begegnete er Goethe erstmals persönlich in Rudolstadt; eine engere Verbindung entstand daraus zunächst nicht. Auf Goethes Vermittlung erhielt Schiller eine außerordentliche Professur für Geschichte in Jena, die er 1789 antrat. Seine erste Vorlesung über Universalgeschichte zog ein so großes Publikum an, dass sie in einen größeren Saal verlegt werden musste. Schiller arbeitete nun vor allem historisch und veröffentlichte seine „Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs“. 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld; das Paar bekam vier Kinder.
Anfang 1791 erkrankte Schiller lebensbedrohlich an einer Rippenfell- und Lungenentzündung und erholte sich gesundheitlich nie vollständig. Ein dreijähriges Stipendium des dänischen Herzogs Friedrich Christian von Schleswig-Holstein-Augustenburg und des Ministers Ernst Heinrich von Schimmelmann verschaffte ihm finanziellen Spielraum für philosophische Studien. Schiller setzte sich intensiv mit Kant auseinander und beschäftigte sich mit dem Verhältnis von Freiheit, Moral und Kunst. 1792 ernannte ihn die Französische Republik zum Ehrenbürger. In den 1795 veröffentlichten „Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen“ entwickelte er die Vorstellung, dass ästhetische Bildung zur Freiheit des Menschen beitragen könne.
Die entscheidende Annäherung an Goethe begann 1794 nach einem Gespräch im Anschluss an eine Sitzung der Naturforschenden Gesellschaft in Jena. Schiller gewann ihn als Mitarbeiter für die Zeitschrift „Die Horen“, beide diskutierten ihre entstehenden Werke und verfassten 1796 gemeinsam die satirischen „Xenien“. Der Austausch wirkte unmittelbar auf ihr Schreiben. Schiller kehrte nach Jahren historischer und philosophischer Arbeit zum Drama zurück und vollendete die „Wallenstein“-Trilogie, deren drei Teile 1798 und 1799 in Weimar auf die Bühne kamen.
Ende 1799 zog Schiller mit seiner Familie nach Weimar. Trotz wiederkehrender Krankheit schrieb er in wenigen Jahren „Maria Stuart“, „Die Jungfrau von Orleans“, „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“. 1802 wurde er in den Reichsadelsstand erhoben und führte fortan das „von“ im Namen. Friedrich Schiller starb am 9. Mai 1805 im Alter von 45 Jahren in Weimar. Sein letztes großes Dramenprojekt „Demetrius“ blieb unvollendet.
Schiller-Zitate
– Friedrich Schiller (Wilhelm Tell)»Dem Friedlichen gewährt man gern den Frieden.«
– Friedrich Schiller (Das Lied von der Glocke)»Wo rohe Kräfte sinnlos walten, Da kann sich kein Gebild gestalten.«
Schiller-Lebenslauf
Zeitleiste: Stationen und Ereignisse im Leben von Friedrich Schiller
| 1759 | Geburt am 10. November in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) |
|---|---|
| 1782 | Schillers „Räuber“ lösen einen Skandal aus – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| 1784 | Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ wird in Frankfurt am Main uraufgeführt – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| 1787 | Schillers „Don Carlos“ uraufgeführt – Bayern 2 Kalenderblatt |
| 1790 | Heirat mit Charlotte von Schiller, geborene von Lengefeld |
| 1804 | Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ wird in Weimar uraufgeführt – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| 1805 | Tod mit 45 Jahren am 9. Mai in Weimar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) |
| 2055 | 250. Todestag am 9. Mai |
| 2059 | 300. Jubiläum des Geburtstages am 10. November |
Häufige Fragen zu Schiller
Fragen und Fakten über Friedrich Schiller
Wann wurde Friedrich Schiller geboren? Schiller wurde vor 267 Jahren im Jahr 1759 geboren.
An welchem Tag wurde Schiller geboren? Friedrich Schiller hätte im Spätherbst am 10. November Geburtstag. Er wurde an einem Samstag geboren. In diesem Jahr fällt sein Geburtstag auf einen Dienstag.
Welches Sternzeichen war Schiller? Friedrich Schiller wurde im westlichen Tierkreiszeichen Skorpion geboren.
Wo wurde Friedrich Schiller geboren? Schiller wurde in Deutschland geboren. Er kam in Marbach am Neckar im Heiligen Römischen Reich (heute Deutschland) zur Welt.
Wann ist Schiller gestorben? Friedrich Schiller starb vor 221 Jahren zu Beginn des 19. Jahrhunderts am 9. Mai 1805, einem Donnerstag.
Wie alt war Friedrich Schiller, als er starb? Friedrich Schiller wurde 45 Jahre, 5 Monate und 29 Tage alt.
Wie groß war Schiller? Friedrich Schiller hatte eine Körpergröße von etwa 1,80 Meter.
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