
Ludwig van Beethoven
wurde vermutlich am 16. Dezember 1770 geboren
Ludwig van Beethoven war ein deutscher Komponist und Pianist der Wiener Klassik, der zu den bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten aller Zeiten gezählt wird und dessen Sinfonien Nr. 5 und Nr. 9 zu den weltweit populärsten Musikstücken zählen (daneben u. a. Oper „Fidelio“ 1805, Klavierstück „Für Elise“ 1810). Er wurde vermutlich am 16. Dezember 1770 in Bonn im Kurfürstentum Köln, HRR (heute Deutschland) geboren und verstarb am 26. März 1827 mit 56 Jahren in Wien. Sein Geburtstag jährt sich 2026 zum 256. Mal.
Lebensdaten
Steckbrief von Ludwig van Beethoven
| Geburtsdatum | vermutlich Sonntag, 16. Dezember 1770 (unsichere Angabe) |
|---|---|
| Geburtsort | Bonn, Kurfürstentum Köln, Heiliges Römisches Reich (heute Deutschland) |
| Todesdatum | Montag, 26. März 1827 (†56) |
| Sterbeort | Wien, Kaisertum Österreich (heute Österreich) |
| Grabstätte | Zentralfriedhof, Wien, Österreich |
| Sternzeichen | Schütze |
Biografie
Ludwig van Beethoven – Leben und Wirken
Ludwig van Beethoven erweiterte in Sinfonien, Sonaten und Streichquartetten die Formen und Ausdrucksmöglichkeiten der Wiener Klassik. Die vier Anfangstöne seiner Fünften wurden zu einem der bekanntesten Motive der Musikgeschichte; im Finale der Neunten verband er die Sinfonie mit Solostimmen und Chor zu Schillers „An die Freude“. Einen erheblichen Teil seines bedeutendsten Werks schrieb Beethoven, während er sein Gehör zunehmend verlor.
Beethoven wurde im Dezember 1770 in Bonn in eine Musikerfamilie geboren. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht dokumentiert; sicher belegt ist seine Taufe am 17. Dezember, wahrscheinlich kam er am 16. oder 17. Dezember zur Welt. Sein Vater Johann, Tenor der kurfürstlichen Hofkapelle, gab ihm den ersten Musikunterricht. Später wurde vor allem der Hoforganist Christian Gottlob Neefe zu einem wichtigen Lehrer. Bereits 1784 erhielt Beethoven eine feste Anstellung als zweiter Hoforganist.
1792 ging Beethoven nach Wien, um bei Joseph Haydn zu studieren; später nahm er auch Unterricht bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri. Zunächst machte er vor allem als Pianist und Improvisator Eindruck. Zugleich gewann er adelige Förderer und veröffentlichte zunehmend eigene Kompositionen. Als französische Truppen 1794 das Rheinland besetzten und das Bonner Kurfürstentum zerfiel, wurde aus der ursprünglich als Studienaufenthalt gedachten Reise eine dauerhafte Übersiedlung nach Wien.
Um 1798 begann Beethovens Gehör deutlich nachzulassen. In einem Brief von 1801 berichtete er einem Jugendfreund, dass sich sein Hörvermögen bereits seit drei Jahren verschlechtere und er die Erkrankung aus Angst vor beruflicher Demütigung weitgehend verheimliche. 1802 hielt er seine Verzweiflung im sogenannten Heiligenstädter Testament fest, einem Brief an seine Brüder, den er nie abschickte. Das fortschreitende Leiden beendete sein Komponieren nicht. In den folgenden Jahren entstanden unter anderem die „Eroica“, die fünfte und sechste Sinfonie, das Violinkonzert und seine einzige Oper „Fidelio“, die Beethoven mehrfach überarbeitete.
Seine Schwerhörigkeit schränkte öffentliche Auftritte zunehmend ein. Ab 1818 mussten Gesprächspartner ihre Worte häufig in Konversationshefte schreiben, während Beethoven meist mündlich antwortete. 139 solcher Hefte sind erhalten und geben heute ungewöhnlich genaue Einblicke in seinen Alltag. Gleichzeitig entstanden bedeutende Werke seines Spätwerks: die „Missa solemnis“, die letzten Klaviersonaten und schließlich die neunte Sinfonie. Nach deren Uraufführung 1824 schrieb Beethoven noch seine späten Streichquartette, die zu seinen kühnsten Kompositionen gehören.
Bei der Uraufführung der Neunten am 7. Mai 1824 stand Beethoven mit auf der Bühne und gab gestisch den Takt an, die Musiker orientierten sich jedoch an der eigentlichen musikalischen Leitung. Den begeisterten Beifall konnte Beethoven wegen seiner weit fortgeschrittenen Taubheit kaum hören und musste darauf aufmerksam gemacht werden. Er arbeitete bis in seine letzten Lebensmonate weiter. Ludwig van Beethoven starb am 26. März 1827 im Alter von 56 Jahren in Wien. Tausende begleiteten wenige Tage später seinen Trauerzug.
Beethoven-Zitate
– Ludwig van Beethoven, 29. Juni 1801 (Brief an Franz Gerhard Wegeler)»Ich lebe nur in meinen Noten, und ist das eine kaum da, so ist das andere schon angefangen.«
– Ludwig van Beethoven, 4. März 1809 (Brief an Breitkopf & Härtel)»Und man muss nicht so göttlich sein wollen, etwas hier oder da in seinen Schöpfungen zu verbessern.«
Worte über Beethoven

– Johann Wolfgang von Goethe über Ludwig van Beethoven, 25. Juni 1811 (Brief aus Karlsbad an Beethoven)»Ich habe niemals etwas von Ihren Arbeiten durch geschickte Künstler und Liebhaber vortragen hören, ohne daß ich gewünscht hätte, Sie selbst einmal am Klavier zu bewundern und mich an Ihrem außerordentlichen Talent zu ergötzen.«

– Johann Wolfgang von Goethe über Ludwig van Beethoven, 2. September 1812 (Brief aus Karlsbad an Carl Friedrich Zelter)»Sein Talent hat mich in Erstaunen gesetzt; allein er ist leider eine ganz ungebändigte Persönlichkeit, die zwar gar nicht unrecht hat, wenn sie die Welt destabel findet, aber sie freilich dadurch weder für sich noch für andere genußreicher macht.«

– Peter Tschaikowski über Ludwig van Beethoven, 20. September 1886»Ich verneige mich vor der Größe einiger seiner Werke, aber ich liebe ihn nicht.«

– Robert Schumann über Ludwig van Beethoven, 1839»Wie Italien sein Neapel hat, der Franzose seine Revolution, der Engländer seine Schiffahrt usw., so der Deutsche seine Beethovenschen Sinfonien.«
Beethoven-Lebenslauf
Zeitleiste: Stationen und Ereignisse im Leben von Beethoven
| 1770 | Geburt am 16. Dezember in Bonn im Kurfürstentum Köln, HRR (heute Deutschland) |
|---|---|
| Ludwig van Beethoven wird getauft – WDR Stichtag | |
| 1806 | „Fidelio“ wird in zweiter Fassung uraufgeführt – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| Ludwig van Beethovens Violinkonzert in Wien uraufgeführt – Deutschlandfunk Kalenderblatt | |
| 1810 | Beethoven widmet Klavierstück „Für Elise“ – WDR Stichtag |
| 1811 | Das fünfte und letzte Klavierkonzert Ludwig van Beethovens wird uraufgeführt – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| 1812 | Beethoven und Goethe treffen in Teplitz erstmals aufeinander – Deutschlandfunk Kalenderblatt |
| 1824 | Beethoven dirigiert die Uraufführung seiner 9. Sinfonie – Bayern 2 Kalenderblatt |
| 1827 | Tod mit 56 Jahren am 26. März in Wien |
| 2027 | 200. Todestag am 26. März |
| 2070 | 300. Jubiläum des Geburtstages am 16. Dezember |
Beethoven-Trivia
Schon gewusst?
Beethovens berühmtes Klavierstück „Für Elise“ wurde erst 1867 veröffentlicht – 40 Jahre nach seinem Tod. Das Originalmanuskript ist seitdem verschollen, und bis heute ist nicht sicher, ob Beethoven überhaupt „Für Elise“ darauf geschrieben hatte oder wem die Widmung galt.
Häufige Fragen zu Beethoven
Fragen und Fakten über Ludwig van Beethoven
Wann wurde Ludwig van Beethoven geboren? Beethoven wurde vor 256 Jahren im Jahr 1770 geboren.
An welchem Tag wurde Beethoven geboren? Ludwig van Beethoven hätte im Winter am 16. Dezember Geburtstag. Er wurde an einem Sonntag geboren. 2026 fällt sein Geburtstag auf einen Mittwoch.
Welches Sternzeichen war Beethoven? Ludwig van Beethoven wurde im westlichen Tierkreiszeichen Schütze geboren.
Wo wurde Ludwig van Beethoven geboren? Beethoven wurde in Deutschland geboren. Er kam in Bonn im Kurfürstentum Köln, HRR (heute Deutschland) zur Welt.
Wann ist Beethoven gestorben? Ludwig van Beethoven starb vor 199 Jahren im 19. Jahrhundert am 26. März 1827, einem Montag.
Wie alt war Ludwig van Beethoven zum Zeitpunkt seines Todes? Ludwig van Beethoven wurde 56 Jahre, 3 Monate und 10 Tage alt.
Wie groß war Beethoven? Ludwig van Beethoven war unterdurchschnittlich groß. Er hatte eine Körpergröße von etwa 1,62 Meter.
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