Max von der Grün

Max von der Grün

wurde am 25. Mai 1926 geboren

Max von der Grün war ein deutscher Schriftsteller, der vor allem für seine populären Kinderbücher „Vorstadtkrokodile“ (1976) und „Friedrich und Friederike oder Ist das schon die Liebe?“ (1983) bekannt ist. Er wurde am 25. Mai 1926 in Bayreuth geboren und starb mit 78 Jahren am 7. April 2005 in Dortmund. 2026 jährte sich sein Geburtstag zum hundertsten Mal.

Lebensdaten

Steckbrief von Max von der Grün

GeburtsdatumDienstag, 25. Mai 1926
GeburtsortBayreuth, Bayern, Deutschland
TodesdatumDonnerstag, 7. April 2005 (†78)
SterbeortDortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
SternzeichenZwillinge

Biografie

Max von der Grün – Leben und Wirken

Max von der Grün brachte die industrielle Arbeitswelt der Bundesrepublik in die Literatur wie nur wenige Autoren seiner Generation. Als ehemaliger Bergmann schrieb er in „Männer in zweifacher Nacht“ und „Irrlicht und Feuer“ über gefährliche Arbeit, soziale Abhängigkeit und Konflikte zwischen Beschäftigten, Unternehmen und Gewerkschaften. Später erreichte er mit „Vorstadtkrokodile“ ein ganz anderes Publikum. Das Jugendbuch über eine Kinderbande und einen Jungen im Rollstuhl wurde zu einem Klassiker der Schullektüre.

Von der Grün wurde 1926 in Bayreuth geboren und wuchs überwiegend in Oberfranken sowie zeitweise bei seiner Mutter und seinem Stiefvater Albert Mark auf. Mark gehörte den damals sogenannten Bibelforschern an und wurde 1938 wegen seiner religiösen Überzeugung im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Nach der Volksschule begann Max von der Grün 1941 eine kaufmännische Lehre bei der Porzellanfabrik Rosenthal in Selb. 1943 wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und meldete sich später zu den Fallschirmjägern. Als Funker kam er 1944 in die Bretagne, wo er in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.

Über Schottland gelangte von der Grün in ein Gefangenenlager in den USA. Dort wurde er unter anderem in der Landwirtschaft, beim Holzfällen und im Bergbau eingesetzt. Zugleich las er viel und führte ein heute nicht erhaltenes Tagebuch; später bezeichnete er die Kriegsgefangenschaft als seine „Universität“. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst als kaufmännischer Angestellter und auf dem Bau. 1951 ließ er sich für den Ruhrbergbau anwerben und begann auf der Zeche Königsborn II/V in Heeren bei Unna als Schlepper und Hauer. Nachdem er zweimal verschüttet worden war und einen schweren Arbeitsunfall erlitten hatte, wurde er zum Grubenlokomotivführer umgeschult.

Die Erfahrungen unter Tage wurden zum Stoff seiner ersten Bücher. 1961 gründete von der Grün gemeinsam mit dem Dortmunder Bibliothekar Fritz Hüser, dem Gewerkschafter Walter Köpping und weiteren Autoren die „Gruppe 61“, die neue literarische Formen für die moderne Arbeitswelt suchte. 1962 erschien sein erster Roman „Männer in zweifacher Nacht“ über Bergleute, die nach einem Grubenunglück eingeschlossen sind. Den Durchbruch brachte ein Jahr später „Irrlicht und Feuer“. Der Roman kritisierte Arbeitsbedingungen, mangelnde Sicherheit und Machtverhältnisse im Bergbau und führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit Arbeitgebern und Gewerkschaft.

Besonders brisant war die Schilderung eines Unfalls mit einem Kohlenhobel. Dessen Hersteller Westfalia sah seinen Ruf geschädigt und ging gerichtlich gegen von der Grün vor, blieb damit jedoch erfolglos. Auch seine Zeche verlangte Änderungen am Roman, die der Autor ablehnte. Ende 1963 verlor er seinen Arbeitsplatz und lebte fortan als freier Schriftsteller. „Irrlicht und Feuer“ wurde zu einem großen Publikumserfolg und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Auch in späteren Romanen wie „Stellenweise Glatteis“ und „Flächenbrand“ schrieb von der Grün über betriebliche Macht, Arbeitslosigkeit, gesellschaftliche Ausgrenzung und politische Konflikte.

Seinen dauerhaft größten Erfolg als Jugendbuchautor hatte er 1976 mit „Vorstadtkrokodile“. Im Mittelpunkt steht eine Kinderbande, in die der im Rollstuhl sitzende Kurt zunächst nur schwer Aufnahme findet und bei der Aufklärung einer Einbruchserie schließlich eine entscheidende Rolle spielt. Von der Grün widmete das Buch seinem Sohn Frank, der selbst auf einen Rollstuhl angewiesen war; im Vorwort erklärte er dessen Erfahrungen ausdrücklich zum Anlass für die Geschichte. Das Buch wurde mehr als eine Million Mal verkauft, mehrfach verfilmt und zu einer verbreiteten Schullektüre.

Von der Grün lebte jahrzehntelang in Dortmund und schrieb neben Romanen auch Erzählungen, Reportagen, Hörspiele und Drehbücher. Seine Bücher erreichten allein in Deutschland eine Millionenauflage, viele wurden für Film und Fernsehen adaptiert. Max von der Grün starb am 7. April 2005 im Alter von 78 Jahren in Dortmund.

von der Grün-Zitat

»Jeder Mensch ist durch seine Biographie geprägt.«

– Max von der Grün, 1990 (Schriftsteller im Gespräch mit Heinz Ludwig Arnold)

Häufige Fragen zu von der Grün

Fragen und Fakten über Max von der Grün

In welchem Jahr wurde Max von der Grün geboren? von der Grün wurde vor 100 Jahren in der Mitte der 1920er-Jahre im Jahr 1926 geboren.

An welchem Tag ist von der Grün geboren worden? Max von der Grün hätte im Frühling am 25. Mai Geburtstag. Er wurde an einem Dienstag geboren. 2026 fiel sein Geburtstag auf einen Montag, 2027 liegt er auf einem Dienstag.

In welchem Sternzeichen wurde von der Grün geboren? Max von der Grün wurde im westlichen Tierkreiszeichen Zwillinge geboren. Nach dem chinesischen Horoskop kam er im Jahr des Tigers (Element Feuer) zur Welt.

Wo wurde Max von der Grün geboren? von der Grün wurde in Deutschland geboren. Er kam in Bayreuth zur Welt.

Wann ist von der Grün gestorben? Max von der Grün verstarb vor 21 Jahren am 7. April 2005, einem Donnerstag.

Wie alt wurde Max von der Grün? Max von der Grün wurde 78 Jahre, 10 Monate und 13 Tage alt.

Wie alt wäre Max von der Grün heute? Würde Max von der Grün noch leben, wäre er heute 100 Jahre alt. Er wurde vor exakt 36.650 Tagen geboren.

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