Sie fuhren gen Horizont, überquerten unbekannte Seen und nie zuvor betretene Täler auf der Suche nach neuen Ländern, Reichtürmern oder auch nur Abenteuern. In dieser Liste finden sich berühmte Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die unseren Globus erforschten, erstmals oder neu entdeckten und teils eroberten.
Roald Amundsen (Roald Engelbregt Gravning Amundsen) wurde am 16. Juli 1872 in Borge in Norwegen geboren. Er war ein norwegischer Polarforscher, der mehrere Entdeckungsreisen in Arktis und Antarktis unternahm und mit seinem Expeditionsteam vor seinem Konkurrenten Scott der erste Mensch am geographischen Südpol war (14.12.1911). Am 18. Juni 1928 starb er mit 55 Jahren. In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag zum 140. Mal.
Robert Falcon Scott wurde am 6. Juni 1868 in Devonport bei Plymouth in England geboren. Er war ein britischer Polarforscher und u.a. mit seinem Expeditionsteam der zweite Mensch am geographischen Südpol (17.01.1912) nach seinem Konkurrenten Roald Amundsen. Am 29. März 1912 starb er mit 43 Jahren.
Fridtjof Nansen (Fridtjof Wedel-Jarlsberg Nansen) wurde am 10. Oktober 1861 in Store Frøen bei Christiania, Oslo in Norwegen geboren. Er war ein norwegischer Zoologe, Polarforscher und Entdecker (u.a. Expeditionen ins Nordpolarmeer 1893–1896), Staatsmann und für seine Verdienste um die internationale Flüchtlingshilfe Träger des Friedensnobelpreis 1922. Am 13. Mai 1930 starb er mit 68 Jahren.
Samuel Baker (Samuel White Baker) wurde am 8. Juni 1821 in London geboren. Er war ein britischer Afrikaforscher und bei seiner Suche nach den Quellen des Nils europäischer „Entdecker“ des Albertsees (1864), dem siebtgrößten Sees Afrikas. Am 30. Dezember 1893 starb er mit 72 Jahren.
Richard Francis Burton wurde am 19. März 1821 in Barham House, Hertfordshire in England geboren. Er war ein britischer Afrika- und Orientforscher („Entdecker“ des Tanganjikasees 1858), Übersetzer (Erstübersetzung des „Kama Sutra“ und von „Tausendundeine Nacht“ ins Englische), Offizier, Konsul und Sprachtalent (29 gesprochene Sprachen). Am 19. Oktober 1890 starb er mit 69 Jahren.
David Livingstone wurde am 19. März 1813 in Blantyre bei Glasgow in Schottland geboren. Er war ein schottischer Missionar und einer der bekanntesten Afrikaforscher des 19. Jahrhunderts, u.a. „Entdecker“ der Victoriafälle des Sambesi. Am 1. Mai 1873 starb er mit 60 Jahren.
John Franklin wurde am 15. April 1786 in Spilsby, Lincolnshire in England geboren. Er war ein britischer Konteradmiral und Polarforscher, der in mehreren Expeditionen einen Großteil der nördlichen Küstengebiete Kanadas kartografierte und dessen vergebliche Suche nach der Nordwestpassage (1845–1848) mit 134 Toten als größte Tragödie einer Polarfahrt endete. Am 11. Juni 1847 starb er mit 61 Jahren.
Daniel Boone wurde am 2. November 1734 in Birdsboro, Pennsylvania in den Vereinigten Staaten geboren. Er war ein als Volksheld geltender US-amerikanischer Pionier und Entdecker, der durch die Erschließung der „Wilderness Road“ (1775) für hunderttausende Siedler den Weg durch die Appalachen in das damals von Weißen noch unbesiedelte Kentucky ebnete. Am 26. September 1820 starb er mit 85 Jahren.
James Cook wurde am 7. November 1728 in Marton bei Middlesbrough in England geboren. Er war ein bedeutender britischer Seefahrer und Entdecker, der u.a. erstmals Neufundland katographierte und als erster Europäer die Ostküste Australiens und Hawaii entdeckte. Am 14. Februar 1779 starb er mit 50 Jahren.
Ferdinand Magellan wurde 1480 in Sabrosa in Portugal geboren. Er war ein portugiesischer Seefahrer, der im Auftrag der spanischen Krone 1519 zu einer Weltumseglung gen Westen aufbrach, bei der er u. a. die nach ihm benannte Magellanstraße an der Spitze Südamerikas entdeckte, aber deren Ankunft mit nur wenigen Besatzungsmitgliedern (1522) er selbst nicht mehr erlebte. Am 27. April 1521 starb er mit 41 Jahren.
Vasco da Gama wurde 1469 in Sines in Portugal geboren. Er war einer der bedeutendsten portugiesischen Seefahrer und Entdecker, der im Auftrag Heinrich des Seefahrers den Seeweg nach Indien, die sogenannte „Gewürzroute“, entdeckte (1498). Am 24. Dezember 1524 starb er mit 55 Jahren.
Amerigo Vespucci wurde am 9. März 1451 in Florenz in Italien geboren. Er war ein florentinischer Seefahrer, Navigator, Kaufmann und Kartograph, der als erster seine Überzeugung niederschrieb, dass der von Christoph Kolumbus entdeckte und später nach ihm „Amerika“ benannte Erdteil ein neuer unbekannter Kontinent sei. Am 22. Februar 1512 starb er mit 60 Jahren.
Christoph Kolumbus wurde 1451 in Genua in Italien geboren. Er war der wohl berühmteste genuesische Seefahrer und Entdecker, der im Auftrag der spanischen Krone auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien nach mehreren Jahrhunderten Amerika für Europa neu entdeckte (1492) und das Zeitalter der Kolonialisierung eröffnete. Am 20. Mai 1506 starb er mit 55 Jahren.
Marco Polo wurde 1254 in Venedig in Italien geboren. Er war ein venezianischer Händler, dessen dokumentierte und überwiegend als belegt geltende Reisen nach Zentralasien und China diese in Europa bekannt machten und Entdecker folgender Generationen inspirierten. Am 8. Januar 1324 starb er mit 70 Jahren.